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Zoot Woman24.03.2008 // berlin – Postbahnhof

Frühkonzert. Eile ist geboten. Ist das so üblich in Berlin? Man weiß es nicht.

Schließlich wird dieses Konzert für einige Besucher das erste in der großen Hauptstadt sein. Da sind Zoot Woman sicher nicht die schlechteste Wahl.

Wir kommen sogar noch rechtzeitig zum Einheizer im Postbahnhof an und erleben, wie sich Kenna auf der Bühne mächtig ins Zeug legt und sein aktuelles Album präsentiert. Der gebürtige Äthiopier knallt dem Publikum eine satte Mischung aus Elektrorock, gemischt mit Synthies und seiner ausgebildeten, kraftvollen Stimme vor den Latz und die sind größtenteils zumindest interessiert. Zurecht, denn der Junge kann was. Er überzeugt mit seiner Darbietung von energetischem Discogeschrammel und ist mit seiner hyperaktiv anmutenden Art, auf der Bühne zu agieren, ein guter Kontrast zu dem eher stoischen Sänger Johnny Blake von Zoot Woman.

Lange dauert dieser Auftritt jedoch nicht, nach etwa einer halben Stunde bedankt sich Kenna und verlässt die Bühne. Es folgt eine kurze Umbauphase und dann ist der Moment gekommen: aus den Boxen erklingen die ersten Takte von We wont break. Der Song besitzt echtes Hymnenpotenzial und bereits nach dem ersten Stück ist schon ein Großteil des Publikums begeistert sowie zum Tanzen gebracht. Der Weg ist frei für ein großartiges Konzert, was es auch wird.

Live ist der Synthie- Rock der Londoner noch mal mitreißender als von der schnöden Scheibe und fährt direkt in die fürs Tanzen zuständigen Gliedmaße. Die Mischung zwischen den neuen Stücken und alten Klassikern wie Living in a Magazine oder It's Automatic stimmt und entlockt den Fans frenetischen Beifall sowie die Forderung nach einer Zugabe, der selbst verständlich nachgekommen wird.

Nach etwas mehr als einer Stunde ist der Zauber bereits vorbei und die Gäste werden aus dem Postbahnhof gebeten, um Platz zu machen für die Feierwütigen Abiturienten. Da geht man auch gerne, das Piepen im Ohr bleibt noch ein Weilchen und man erfreut sich an den Ohrwürmern, die im Kopf herumschwirren, während man selbst abschwirrt in die Berliner Nacht.

Ein spannendes Konzert!

24.03.2008 // karina
 

2 Kommentare

Jasper am 25.03.2008 um 13:35 UHR

Du hast noch vergessen zu schreiben, dass es ein tanzkonzert war! nur ein mann hat mit dem finger gedroht, alle anderen haben getanzt. und wir auch.

dominik am 25.03.2008 um 16:55 UHR

verdammt. da wollte ich doch hin. aaaah

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