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hot chip10.03.2008 // münchen I kleine elserhalle

made for the floor!

man muss vor megadeth auf die knie fallen. mit ihrem konzert in der großen elserhalle vermieden sie einen wechsel von hot chip in ebendiese. und brachten 800 personen in der ausverkauften kleinen elserhalle in den genuß eines intimen und sehr intensiven konzerts des quintetts aus london.

bereits ab dem ersten song werden die fäuste geschüttelt und eine feierfreudige leichtigkeit setzt ein. hier wird getanzt bis zum ende des 90 minütigen sets. nach 30 minuten fließt dann alles in strömen. egal ob schweiß, körper oder adrenalin. diese fünf jungs schaffen mit ihrer percussionlastigem pop ab der ersten minute eine atmosphäre, die jeden einfängt. sympathie schlägt einem von der bühne entgegen, der man sich nur schwer entzieht. sie improvisieren, probieren sich und vergessen dabei nie von song zu song zu fließen und dem publikum mit einem augenzwinkern die hand zu reichen:

"we made it for you. we made it for the (dance)floor!"

man wird den eindruck nicht los in einem großen club auf einer riesigen tanzfläche zu stehen. eine dancige atmosphäre, die ständig verbindet und über elektronische beats getragen wird.

dies ist also die neue konsens-band? dieses schwierige sperrige wort hinter dem sich ein oft bemühtes klischee verbirgt, das so gar nicht und doch wieder gut zu dieser band passt wenn man sie ohne jegliche allüren auf der bühne erleben darf. ihre verschiedenen charaktere vom entspannten immer lachenden joe goddard über alexis taylor mit street-nerd-style und beeindruckender stimmgewalt bis hin zum ernsten owen clarke. ihre musik, die vor allem live so viele verweise auf pop, elektro, r'n'b und hiphop zu tage bringt und doch nie klar in eine richtung geht. sie verbinden mit ihrem set alle facetten ihres potentials vom melodiösen langsamen popsong bis hin zum sehr beatlastigem elektronischen knall. auch wenn einzelne songs vom neuen album "made in the dark" noch etwas sperrig interpretiert werden. die dazu tanzenden menschen saugen alles auf und das positive bleibt. diese momente könnten noch länger andauern - immer tanzenden, intensiv und frei.

setlist (natürlich ohne gewähr):
1. shake a fist
2. boy from school
3. hold on
4. bendable posable
5. touch too much
6. over and over
7. out a the pictures
8. wrestlers
9. one pure thought
10. don't dance
11. colours
12. ready for the floor
13. the privacy of our love
14. made in the dark
15. we're looking for a lot of love
16. baby said
17. no fit state

10.03.2008 // bene
 

Ein Kommentar

jeannette am 13.03.2008 um 23:01 UHR

also ich bin mir ziemlich sicher, dass colours nicht gespielt wurde - leider.
ansonsten grandiosestes konzert seit langem.

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