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3 jahre rote raupe*09.02.2008 // münchen – ampere

die kopfschmerzen waren es also wert

wie haben wir den abend herbei gesehnt! seit wochen haben wir erwartungsfroh darauf gewartet. die 3-jahres feier der roten raupe* am samstag, den 09. februar 2008, im ampere in münchen sollte ein richtiger höllenfeetz werden. und auch wenn der abend in ein paar punkten hinter unseren erwartungen zurück blieb, so war es im großen und ganzen doch ein gelungenes fest. vor allem weil wir es irgendwann aufs beste verstanden, mal uns selbst zu feiern!

bereits gegen 21 uhr war ich sehr überrascht, dass um diese frühe zeit schon so viele zuhörer den weg in das muffatwerk gefunden hatten und gespannt warteten, dass me succeeds den konzertabend eröffneten. so gegen halb betrat die band dann auch die bühne und führte mit ihrem größtenteils ruhigen, teils tanzbaren elektro-rock-pop die gemüter in den abend. ich freute mich, dass ich diese band seit langer zeit mal wieder live sehen durfte, und wurde sodann auch angenehm überrascht: me succeeds waren noch besser als ich sie in erinnerung hatte. vermutlich aber war die musik der wahl-hamburger etwas zu verträumt, um im publikum so etwas wie party-stimmung und tanzeslaune zu erzeugen.

im anschluss überraschten the taste. das duo erzeugte auf der bühne eine soundwand für fünf, und schlagzeuger nick drosch punktgenau das letzte aus seinem drumset raus, sängerin und gitarristin maria sprühte nur so vor spieles- und sangeslust und ließ dies dem publikum auch spüren. das aber hielt es eher mit zuhören als mit bewegung und starrte nur gebannt auf die bühne. so richtig die heiße party war zu diesem moment leider immer noch nicht fassbar. vielleicht würde ja phonoboy den abend hin zur hemmungslosen feierei führen? ihr dargebotener francophoner und schicker elektro-pop-rock hatte jedenfalls das zeug dazu. und in der tat, hier und da rührten sich die tanzbeine. inmitten des dancefloors, der sich mittlerweile prall gefüllt zeigte, war zwar nur langsam aber endlich der drang sich zu bewegen angekommen.

nachdem phonoboy dann eine gute stunde lang ihr bestes gaben prallten zwei unglückliche zustände aufeinander: zum einen wurde die beleuchtung nicht gleich nach ende des konzertes auf club und tanzen umgestellt, sondern vermittelte eher dank der hellen beleuchtung der bühne, auf der fleißig abgebaut wurde, krasse aufbruchstimmung. der versuch, einen menschen zu finden, der die lichtanlage zu bedienen im stande wäre, artete dann kurz mal in chaos und verwirrung aus, ehe sich diese problematik irgendwann doch noch auflöste. zum anderen überbrückten wir die zeit bis nina von phonoboy aufzulegen begann mit dem spielen vermutlich zu unbekannter und zu elektronischer liederchen, die das publikum anscheinend so gar nicht kickten. die mischung aus diesen missgeschicken hatte zur folge, dass keiner so recht tanzen wollte, und leider sodann viele der besucher den ort segneten und weiter zogen. das führte unsererseits zur kurzzeitigen enttäuschung.

doch diejenigen, die blieben und feiern wollten, meinten das auch ernst. so richtig! als dann nina hinter den plattentellern ankam und erst mal einen hit nach dem anderen auf das parket abfeuerte, als die discokugel an der decke im zentrum des raumes doch noch anfing zu rotieren und in hellem funkeln erleuchtete, ja, sodann wurde schnell klar: das hier wird zwar intim, aber hot! die enttäuschung verflog und wir begannen den abend erleichtert über die getane arbeit hochleben zu lassen: nachdem wir von der roten raupe* die party bis dahin unter anderem dafür genutzt hatten, die ganze belegschaft untereinander auch mal offline persönlich kennen zu lernen, schwangen wir nun mit anderen noch dagebliebenen wie wild die tanzbeine und feierten ausgelassen uns selbst und den abend mit drei tollen bands und drei gelungenen konzerten! mein vorhaben, nackt auf knien den dancefloor entlang zu schlittern, setzte ich (vermutlich zur freude aller anderen beteiligten) zwar nicht mehr in die tat um. dafür zeigte andré umso mehr, welch großartiger tänzer in ihm schlummert. die averna, die an diesem abend über den tresen gingen, konnte sowieso niemand mehr zählen, genauso wenig wie noch jemand wusste, wie und wann er später eigentlich nach hause oder sonst wo hin weiter zog. nach berichten des kassenpersonals hatten sich zudem auch noch die leute von „jimmy eat world“, die am selben abend nebenan in der muffathalle ein konzert gaben, zu uns aufs geburtstagsfest begeben. allerdings hat das von uns niemand mehr wahrgenommen. das einzige, was wir mit sicherheit über die letzten stunden dieses abends zu berichten wissen, ist, dass wir ihnen unsere kopfschmerzen am darauf folgenden tag zu verdanken hatten. und dass sie gelungene stunden des tanzes, des trinkens, des lachens und des rockens waren. die kofschmerzen waren es also wert!

festhalten lässt sich somit: wenn auch nicht alles glatt und hundert pro gut lief. es war zumindest alles dabei – super konzerte, etwas chaos und verwirrung, ausgelassenheit, ein großer umtrunk, enttäuschung und die darauf folgende wiederauferstehung auf der tanzfläche.

unser 3-jähriges, so nehmen wir das mit ins nächste lebensjahr, war also im großen und ganzen ein gelungenes fest. und getreu dem motto „nach der party ist vor der party“ steht ja auch schon bald wieder der 4. geburtstag der roten raupe* vor der tür. gefeiert wird bestimmt! die unglücklichen zustände lassen wir weg. dafür gibt es noch eine schippe an hemmungslosigkeit oben drauf. ich bin mir sicher: die hütte wird brennen.

bleibt zu sagen: dank an alle, die so zahlreich den weg ins ampere gefunden hatten und somit für gelungene konzerte sorgten. dank an diejenigen, die mit uns so köstlichst gefeiert haben. dank an die bands für die großartigen darbietungen ihrer kunst. dank an nina für die auflegerei. und dank an alle, die sonst irgendwie am entstehen dieses schönen abends mitgewirkt haben. ihr wisst: die rote raupe* hat euch lieb! und das auch weiterhin. im 4. jahr.

09.02.2008 // mic
 

Ein Kommentar

vinc am 01.03.2008 um 01:33 UHR

mh...
also ich weiß nicht... das einzige was ich nachfühlen kann sind die zu unbekannten und zu elektronischen lieder die kurz nach den konzerten aufgelegt wurden.
musik ist ja geschmackssache aber wenn es nach mir gegangen wäre, hätten me succeeds als letztes gespielt. die sind nämlich unglaublich toll. the taste waren ganz ok, aber mit sicherheit auch nicht so gut wie sie immer dargestellt werden. "eine soundwand für fünf" ? wo war ich da bitte?
phonoboy sind einfach nur schlecht.

naja wie gesagt geschmackssache...

auf einen noch besseren 4. geburtstag

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