So So Modern20.10.2007 // köln – gebäude 9
Über das Stimmengewirr in der Bar, im Gebäude 9, legt sich der unruhig-rhytmische Klang von Tambourins. Im nächsten Moment hüpfen vier Gestalten in weißen Ganzkörperanzügen durch den Raum und bahnen sich ihren Weg weiter zur Bühne. Verwirrt und freudig überrascht zieht es das Publikum in den Konzertsaal.
So so Modern kommen aus Neuseeland. Ihre Musik lässt sich nicht in einem Wort erklären, denn sie besteht aus einer Mischung von vielem. Prägnant ist die Zentralität der Synthesizer. Hier gehören sie nicht zum guten Ton der neuen Indiegesellschaft, sondern spielen, neben dem Schlagzeug, eine übergeordnete Rolle.

Live bekommt man eine ordentliche Portion Experimentalismus, Mut und kontrolliertes Durcheinander serviert. Die Herren tragen weiße Anzüge und grau-weiß gestreifte Schläppchen, sie geben sich der Musik hin, springen mal durch die Gegend oder geben sich größte Mühe Selbstbeherrschung zu bewahren. Der Synthie-Sound bezaubert und fasziniert, der Gesang bringt Elemente des Trip-Hop in die Musik.
Das Publikum kennt so so modern größtenteils nicht, ihnen sind allenfalls MIT bekannt, die allerdings nicht an die Sonderartigkeit der Neuseeländer heran kommen. Ein Teil der Menschen ist reserviert und weiß nichts mit der Musik anzufangen, ein anderer Teil verliert jegliche Hemmungen und lässt sich gehen, tanzt sich die Seele aus dem Leib. Und nach so einigen Stücken, wird es langsam anstrengend der Musik zu folgen, sie zu verstehen. Das ist dann vielleicht ein kleines Manko, ändert jedoch nichts an dem Spaß, den man hat, hört man der verquerten Musik zu und schaut die spacigen Neuseeländer an.





















Kommentare müssen nach dem Absenden per E-Mail bestätigt und aktiviert werden. Achtet daher bitte auf die korrekte E-Mail-Adresse. Kommentare die in der Vergangenheit schon einmal aktiviert wurden, werden sofort veröffentlicht.