JunipBerlin, Astra

von Annett Bonkowski · 05.05.2013

ein frühlingshafter sonntag in berlin neigte sich dem ende und junip sorgten im ausverkauften astra in musikalischer hinsicht für weitere wärmende momente, in denen die menge so glückseelig dreinschaute wie noch kurz davor im park oder im innenhof des clubs. zunächst lag es aber in der der hand des supports barbarossa die aufmerksamkeit des publikums auf sich zu ziehen. als one-man-band keine leichte aufgabe, aber für james mathé, den in london beheimateten musiker und mitglied der junip live-band, dennoch kein problem. dank der kombination aus elektronischer musik und seinem tief im soul verwurzelten gesang, der live makellos erschien, war ihm die zuneigung der junip-anhänger gewiss und er konnte auch neue songs seines im august erscheinenden albums »bloodlines« auf eine erfolgreiche testfahrt schicken.

wenig später nahm er dann im kreis der junip-familie erneut einen platz auf der bühne ein, die sich im halbkreis um das sympathische aushängeschild der band josé gonzález scharte, während dieser mittig auf der bühne stehend seiner akustikgitarre einem song nach dem anderen entlockte. trotz seiner zentralen position in der band und auf der bühne agierte der sympathische frontmann im einklang mit seinen bandkollegen, die als quintett an schlagzeug, bass, percussions, background-vocals und keyboards für einen klanglich ausgewogenen abend sorgten.

gedämpftes licht und aufgewirbelter rauch tauchten die band über den abend hinweg gerne in schattenbilder ihrer selbst, so dass oftmals nur die bloßen silhouetten der einzelnen mitglieder zu erkennen waren. der fokus allein auf der musik und der damit verbundenen atmosphäre, die durch die intensivierung der lautstärke und dem einsatz aller mitwirkenden auf der bühne wie auf knopfdruck mehr gewicht bekommen sollte. dabei scheute sich die band trotz der vielzahl der beteiligten musiker nicht auf eine klangliche ästhetik zu setzen, die oftmals statt einem instrumentalen großaufgebot lieber auf schlichtheit und ein reduzierteres klangbild setzte. das überdimensionale, scheu dreinblickende reh im bühnenhintergrund dürfte nur vereinzelt in aufruhr geraten sein, wenn das live-sextett musikalisch in die vollen ging und spürbar die klangintensität verstärkte.

mit zwei wunderbaren studioalben und ein paar ep's im gepäck fiel es junip bei ihrem tourstopp in berlin nicht schwer ein rund 80-minütiges-set mit einem querschnitt ihres schaffens zu füllen, das viele highlights beeinhaltete und dabei so unverkrampft und sympathisch wirkte wie die band selbst. selbst ein paar ansagen auf deutsch gingen josé gonzález leicht von der hand und wurden zur freude des publikums immer mal wieder eingetreut. die allgemein gute laune auf der bühne wurde auch im zuschauerraum widergespiegelt bis sich die band nach zwei zugaben zurückzog und nach einem herzlichen winken von den fans verabschiedete.

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