I Am KlootBerlin, Lido

von Annett Bonkowski · 17.03.2013

erst ende letzten jahres schauten i am kloot in der hauptstadt vorbei, um bei der pias label night ein umjubeltes konzert zu geben. kaum drei monate später kam das berliner publikum erneut in den live-genuss der band aus manchester. ein gern gesehener gast sind die herren immer wieder auf‘s neue. das bewiesen auch die schon vorab längst vergriffenen karten für die show im lido. entsprechend große vorfreude herrschte dann auch als die lichter ausgingen und die ersten töne des openers »these days are mine« durch die lautsprecher an die ohren der aufmerksamen zuschauer drangen. im laufe des abends sollte noch eine handvoll weiterer songs aus dem im januar erschienenen album »let it all in« den weg auf die setlist finden.

auch wenn die meisten songs in der langen karriere von i am kloot einen schimmer melancholie in sich tragen und des öfteren versuchen die wunden emotionaler ausbrüche oder seelenkratzer zu besänftigen - ein wenig zeit und raum für heiterkeit ist wohl jeder show von i am kloot vorbestimmt. so wird in den kurzen pausen zwischen den songs von sänger john bramwell gerne eine lustige anekdote vom stapel gelassen, dem publikum anerkennend mit der bierflasche zugeprostet oder auch die stets gebückte sitzhaltung des bassisten pete jobson mit einem augenzwinkern kommentiert, wenn dieser sich für einen bruchteil einer sekunde doch einmal von seinem stuhl erhebt. das schöne an shows von i am kloot ist, dass sich während dieser akustisch gehaltene, intime momente mit den fast schon rauen und eruptierenden passagen beständig abwechseln und glücklicherweise platz für beide bleibt, ohne dass eine der beiden stimmungen die einzig prägende für den konzertabend wäre. selbst nach jahrelanger tour-routine ist die band weit davon entfernt abgestumpft ihre songs runterzuspielen und hat sich das nötige maß an leidenschaftlichkeit bewahrt, dass über jeder einzelnen interpretation ihrer songs schwebt und gleichermaßen in den stillen, aber auch lauten momenten ganz ungezwungen zum ausdruck kommt.

der ewige running-gang, dass die berliner laut der aussage von john bramwell toll, aber eben auch ein wenig „weird“ sind, wird ihm schnell verziehen, widmet er den letzten song des abends »to you« doch standesgemäß den menschen, die die band seit jahren unterstützen - nämlich den zuschauern selbst. eine ode an die treuen fans, die i am kloot auch mit ihrem neuen album einen herzlichen empfang bereitet haben und an diesem abend im lido obendrein mit songs wie »no fear of falling«, »proof« und auch »from your favourite sky« belohnt wurden. cheers to you!

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