Juan Carlos Cáceres & Tango Negro TrioWien, Konzerthaus

von Jürgen Plank · 17.02.2013

Juan Carlos Cáceres wirkt müde an diesem Abend im Wiener Konzerthaus. An Kraft mangelt es trotzdem nicht, seine Mitmusiker kompensieren etwaige körperliche Schwächen des Meisters mit wunderbarer Spielfreude. Davide Percetto spielt sein Bandoneon sehr zart, Bassist 'El Tero' Buschini sorgt stets für den nötigen Rückhalt und Marcelo Russillo ist ein gelassener Perkussionist, der jederzeit ein Solo aus dem Ärmel zu schütteln vermag.

Cáceres wird 1936 in Argentinien geboren, 1968, im Jahr der Studentenunruhen und gesellschaftlichen Umbrüche verschlägt es ihn nach Paris und so fliessen seitdem organisch Einflüsse aus Chansons und Jazz in seine Musik ein. Afro-amerikanische Elemente sind ohnehin längst enthalten, nicht umsonst nennt Cáceres das ihn begleitende Trio 'Tango Negro'.

Zeit seines langen Lebens erforscht Cáceres nicht nur die Traditionen des Tango, sondern entwickelt seine eigenen Spielart dieser Musikrichtung - damit stellt er sich in eine Tradition mit dem großen Carlos Gardel, der ebenfalls ein Erneuerer war. So ist es ein sehr stimmiger Abend im Wiener Konzerthaus, der von selbst Tagträume über Buenos Aires evoziert.

Ähnliches ist auch vom Konzert von Eric Bibb & Habib Koite zu erwarten, die beiden werden das Konzerthaus am 21. März bespielen und ihre Form des Blues nach Wien bringen.

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