Conor OberstHamburg, Kampnagel

von Maximilian Römer · 29.01.2013

Kampnagel ist ausverkauft! Das kommt in dem riesigen Saal nicht allzu oft vor, doch wenn Conor Oberst lädt, dann ist auch vor dem offiziellen Einlass der Vorplatz gefüllt. Heute gibt es kein Coolness-Diktat, sondern Vorfreude auf einen der besten Sänger und Poeten, den das verschlafene Omaha seit Jahrzehnten vorhergebracht hat.

Nachdem Felice Simone den Konzertabend – inklusive Pink Floyd und Nina Simone Cover – eröffnet und reichlich Applaus geerntet hat wird es ganz still. Die Vorfreude und Spannung wird fast haptisch. Eine über die Lautsprecher dröhnende Ansage bittet alle Anwesenden auf ihr Handy während des Konzertes zu verzichten. Und vielleicht trägt auch das zu der besonderen Stimmung an diesem Abend bei: es blitzen keine Kameras und Smartphone-Displays, vielmehr sitzen aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörern in der bestuhlten Kampnagel Halle und lauschen Conor Oberst.

Dieser betritt ganz alleine die Bühne und sitzt dann vorerst still und ein wenig verloren dort. Nachdem schon nach den ersten Minuten »First day of my life« ertönt und der erste Applausschauer durch das Publikum jagt, scheint das Eis gebrochen. Neben einem schnellen „Thank you“ folgen kleine – leicht arrogant besetzte – Anekdoten und ein Sammelsurium der Songs, welche mit gesanglicher Unterstützung, Klavier, einer effektbehafteten Gitarre und einem Marimbaphon vorgetragen werden.

Die Auswahl erstreckt sich von Songs des letzten Bright Eyes Albums »The people’s key« über Stücke seiner Band Monsters of Folk bis hin zu einem Song, den Oberst mit sechzehn während seiner ersten Tour schrieb. Auf die Bright Eyes „Klassiker“ welche sich das Publikum herbeisehnen wird jedoch auch nicht verzichtet. Obwohl dieser Abend mit Conor Oberst mit dem Label „Akkustik“ belegt werden kann, schafft er es seinen Stücken eine immense Ausdruckskraft zu verleihen. Das Mikrofon wandert durch die ersten Stuhlreihen und er ermuntert das Publikum zum mitsingen während er auf den Flügel einhämmert. Nach rund neunzig Minuten sitzt er dann noch ein Mal ohne Begleitung auf der Bühne und trägt seine gitarrenuntermalte Poesie vor. Es folgen Standing Ovations und minutenlanger Applaus – und das zu recht!

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