Marta Gómez14.02.2012 // Wien – Konzerthaus
Am 14. Februar hat die kolumbianische Sängerin Marta Gómez das Wiener Konzerthaus bespielt. Das kompakte rund 90 Minuten lange Set hat insbesondere Gómez' eigene Vertonungen von Gedichten von Federico Garcia Lorca, des größten spanischen Dichters, beinhaltet. In einem Gedicht über einen zur Hälfte umgeschnittenen Orangenbaum, bittet der Baum, ihn doch zur Gänze umzuschneiden. Die Botschaft lautet hier: Ganz oder gar nicht. Gómez' Kompositionen verwenden musikalische Einflüsse aus ganz Lateinamerika, von Peru bis Argentinien - bis hin zur Cumbia ihres Heimatlandes. Aber auch Silvio Rodriguez aus Kuba zählt sie zu ihren Einflüssen. Gómez stammt aus Cali, der drittgrößten Stadt Kolumbiens, einem Zentrum der Salsamusik.
Im Zentrum des Konzertes steht ein Lied mit dem Titel "Confesión", Gómez' Liebeserklärung an Kolumbien, das sie vor zwölf Jahren verlassen hat. Kongenial unterstützt von Santiago Greco (Bass), Juan Francisco Herrera (Gitarre, Cuatro) und Franco Pinna (Perkussion) ist es ein stimmungsvolles Wien-Debüt, das die Sehnsucht nach Lateinamerika gleichsam herzustellen wie zu stillen vermag - wie immer im Konzerthaus mit bestechend gutem Sound.
Eine Besucherin meinte nach dem Konzert, es würde ihr nun besser gehen - mehr kann ein Konzert wohl nicht erreichen. Muy bien, Marta!





















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