Fest Van Cleef 2011Bielefeld, Ringlokschuppen

von Maximilian Römer · 09.12.2011

Der Zirkus rund um das Grand Hotel van Cleef ist wieder unterwegs. Diesmal auf der Reiseroute: Bielefeld, Trier und Dresden. Und der Auftakt vor rund 2000 Menschen ist gelungen. War das Grand Hotel früher noch ein kleines Hamburger Indielabel so haben sie gestern nun schlussendlich gezeigt, dass die Musik des Labels in die großen Hallen passt. Neben den Labelkünstlern spielten sich auch bekannte Bands die Finger wund.

Um 18 Uhr wird das Fest mit den Münsteranern Ghost of Tom Joad eröffnet und diese spielen wieder, als würde es um ihr Leben gehen. Wummernder Bass, treibendes Schlagzeug und ein unverwechselbarer Henrik Rogers läuten den Abend gebührend ein. Danach wird es ein wenig ruhiger: Mit Moritz Krämer und Maike Rosa Vogel finden sanfte Töne Einzug in den Bielefelder Ringlokschuppen, in dem aufgrund der zwei Bühnen, zwischen denen man hin- und herwandert gar ein wenig Festivalatmosphäre aufkommt.

Bei Element of Crime erreicht die Stimmung den ersten Zenit des Abends. Ein überaus sympathischer Sven Regner gibt mit seiner Bands Klassiker zum Besten, die lauthals mitgesungen werden. Und als er verkündet, dass die besten Konzertorte für ihn „Bielefeld, Detmold, Höxter und Gütersloh seien“ springt der Funken vollends über. Ob man Sympathisanten mit einem Hauch Lokalpatriotismus für sich gewinnen sollte, lasse ich an dieser Stelle mal fraglich stehen. Als Zugabe gibt es Delmenhorst und selige Gesichter bei der Band sowie im Publikum.

Es folgt Clickclickdecker, den man in letzter Zeit nur noch selten im kompletten Bandgewand sieht. Und so stehen auch an diesem Abend Kevin und Oliver alleine auf der Bühne. Noch ein Mal eine kurze Verschnaufpause, bevor es auf der großen Bühne im Ringlokschuppen mit Thees Uhlmann und Band weitergeht. Dieser spielt sein Album gekonnt und die gewitzten Anekdoten kommen auch nicht so kurz. Zu diesem Zeitpunkt ist der Ringlokschuppen brechend voll, der heimliche Hauptact ist der Labelboss selber, denn als Casper rund eine halbe Stunde später die Bühne betritt, hat sich der Saal ein wenig geleert. Diesmal anscheinend kein Heimvorteil für den Bielefelder, obwohl die ersten Reihen fleißig mitsingen und jeder Aufforderung des Rappers in Windeseile gehorchen. Eben doch ein Indie-Abend, eben doch mehr Indie-Fans – die sich mittlerweile zu tausenden zusammenfinden. Liebes Grand Hotel, viel Spaß noch bei der Reise und bis nächstes Jahr.

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