In Golden Tears03.12.2011 // Köln – Lichtung
Kleine, gemütliche Locations sind besonders bei Indie-Konzerten meistens besser. Darum war ich auch sehr erfreut zu hören, dass die Post-Punk/Indie- Band In Golden Tears aus Hamburg am 3.12.11 ihren Gig in Köln in der Lichtung spielen würde. Schon beim Betreten der Location ist eines klar: mehr Wohnzimmer- als Clubatmosphäre!
Vorband an diesem Samstag Abend sind The Blackberries, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte. "Just another Indie band"? Irgendwie schon. Die Jungs tragen Uniformen, man muss sofort an die Libertines denken. Die Musik ist zwar ganz gut, reißt aber niemanden so richtig mit.
23 Uhr. In Golden Tears betreten die Bühne. Der Raum hat sich gefüllt bis in die letzten Reihen. Sie mögen zwar eine Newcomer Band sein, dennoch haben sie schon einige beeindruckende Live-Auftritte hinter sich: Als Support von the Drums und als Eröffnungsband beim Dockville Festival 2010 gaben sie bereits ihr Können zum Besten. Ebenfalls auf der Liste steht eine England Tour im Frühling 2011, unter anderem traten sie in bekannten Londoner Locations auf. Not too bad! Begonnen wird mit "Shelter". Otto Normalkonzertbesucher fühlt sich gleich mitgerissen. "Curse on us" und "Thieves" bringen die Menge zum mitwippen. Starr dastehen mit der Bierflasche in der Hand ist nicht, spätestens bei "Autumn leaves" regen sich auch die, die eigentlich immer gerne cool in der Ecke stehen. "Autumn leaves" war übrigens mein Highlight des Abends, das will ich mal eben noch gesagt haben.
„Könnt ihr mal die Lichter dunkler machen, es wird jetzt etwas traurig“. Aha! "Urban Emotions" kommt wohl als Nächstes. Ihre erste Single, die sie letzten Dezember zusammen mit Marius Lauber von Beat!Beat!Beat! aufgenommen haben. Wer "Spanish Sahara" von den Foals mag, wird auch diesen Song lieben. Begonnen wird mit langsamen Basstönen. Schlagzeug, Gitarre und Gesang setzen ein. „Help me to find you/ I can’t find myself “. Die Lyrics, die Melodie! Alles passt. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich schön. Genau wie "Spanish Sahara" ist "Urban Emotions" live einfach noch viel beeindruckender. Abgeschlossen wird das Konzert mit "Underneath the Balance". Gute Wahl für den letzten Song des Abends, wie ich finde. Vier letzte intensive Minuten, dann ist das Konzert auch schon wieder vorbei. Leider.
Und jetzt, was macht man so als coole junge Band nach einem Gig? Sex, Drugs & Rock´n´Roll? Nicht ganz. Es geht ins Studio der Kölner Band Vimes und "Underneath the Balance" wird aufgenommen. Wow. Das nenn ich mal ambitionierte Musiker!
Eine neue Single und das Debutalbum sind in Arbeit, und wer sie live bestaunen will, hat am 11.12. in Hamburg oder am 20.12. in Köln die Möglichkeit- da supporten die vier Jungs nämlich The Vaccines aus England. Jawoll! Pflichttermin für alle Indie-Fans.





















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