AdolarHamburg, Molotow

von Maximilian Römer · 10.11.2011

Was in den Köpfen der vier jungen Herren von Adolar zur Zeit vorgeht würde mich wirklich interessieren. Da gründet man irgendwann im Jugendalter eine Band um sich den Frust von der Seele zu spielen oder eben die Nachmittage in der Provinz zu versüßen und auf ein Mal findet man sich in sämtlichen Magazinen und auf zahlreichen Internetplattformen wieder, die einen stets über den grünen Klee loben und dann bringt man auch noch ein Album raus, welches auch rein objektiv sämtliche Grenzen sprengt und sich auf den Alben-Olymp für dieses Jahr erhebt. Und neben Interviews, Berichten, Studio und Proberaum geht es nun endlich auf Tour. Nachdem das Konzert, das eigentlich als Album-Release-Saus angedacht war bereits verschoben wurde, schlugen einige Herzen höher, als das Hamburger Molotow am vergangenen Donnerstag dann endlich seine Türen öffnete.

Supportet von Käfer K eröffnet die Band direkt mit einem Stück des neuen Albums das Konzert im Keller des Moltows und zeigt direkt, dass sich wie erahnt dieses Album absolut zum live spielen eignet. Druckvoll präsentiert sich das Quartett und reist das Hamburger Publikum von der ersten Sekunde mit. Das muss man erst ein Mal schaffen. Und Adolar schaffen es ohne Aufforderung. Knapp 1 ½ Stunden spielen Adolar, zum größten Teil die Hits ihrer neusten Veröffentlichung, aber auch die erste EP Planet Rapida wird komplett zum Besten gegeben. Ebenso zwei Stücke des ersten Langspielers „Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre“. Nach einer Zugabe ist dann endgültig Schluss. Und glücklich und zufrieden, verschwitzt und mit ein bisschen weniger Wut im Bauch geht es nach Hause.

Adolar sind erwachsener geworden – das mag man von jeder Band sagen, die ein neues Album released, aber bei dieser Band ist der Reifungsprozess so offensichtlich, das er eben kaum zu übersehen ist. Vorbei die Zeiten in den man sich mit dem Label „Jugendzentrum“ schmücken konnte. Auf ein Mal tragen alle In-Ears, das Timing ist perfekt und die Songs sind für den Liveauftritt ausgeschmückt. Und Gitarrist Michael spielt, als würde er nie etwas anderes machen, als eine Gitarre in den Händen zu halten. Adolar sind dabei das Erbe von Bands wie Muff Potter zu übernehmen, die ja ebenfalls einen ähnlichen Weg in diesem Alter einschlugen. Ob es sie dahin führt, wo die ausgestorbenen Deutsch-Postpunk-Band einst waren? Ich hoffe es sehr!

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