John Vanderslice21.09.2011 // Nürnberg – MUZ Club
Die Sommerpause im MUZ Club ist seit einer Weile beendet und fast zum Auftakt der neuen “Saison” gibt sich mit John Vanderslice gleich einer der würdigsten Vertreter der Songwriterzunft die Ehre. Schade nur, dass der Zuschauerzuspruch an diesem Mittwoch ein wenig zu Wünschen übrig lässt und der ohnehin nicht gerade riesige Club an der Fürther Straße höchstens zur Hälfte gefüllt ist. Von solchen Nebensächlichkeiten lässt sich John Vanderslice allerdings nicht die Laune verderben: Der trotz seiner mittlerweile 44 Jahre ewig jugendlich wirkende Amerikaner ist ein stets bestens gelaunter und redseliger Entertainer, der zwischen den Songs munter über fast jedes nur erdenkliche Thema plaudert. Zu Beginn beschränken sich die Ansagen meist auf Lobeshymnen für seinen grandiosen Partner Jason Slota, der gleichzeitig als Drummer und Mann am Synthesizer fungiert, später geht es unter anderem um die Bedeutung von Schlagzeugsolos (“Once you have a drum-solo in your life, you realize how important it is.”) und die Fürchterlichkeit der Black Eyed Peas im Allgemeinen (“I´m not a music-snob, but they are really terrible.”) und Will.I.Am im Besonderen.
Zwischendurch spielt John Vanderslice natürlich auch ein paar Lieder, die großartig wie eh und je sind, wobei der Fokus des kurzweiligen Sets eher auf den älteren Platten “Cellar Door” und “Emerald City” als auf den neueren Alben “Romanian Names” und “White Wilderness” liegt, was definitiv kein Schaden ist. Die Zugabe schließlich findet - auch das ist eine über die Jahre lieb gewonnene Tradition - akustisch und inmitten des Publikums mit “Time To Go” (komischerweise nicht der letzte Song), “White Dove” und dem finalen Rausschmeißer “Keep The Dream Alive” statt. Danach darf man sich als Zuschauer entscheiden, ob man sich gleich mit einem guten Gefühl im Bauch und einem Lächeln im Gesicht auf den Heimweg macht oder zuerst noch der von John Vanderslice großspurig angekündigten, aber am Ende wohl doch nicht ganz so hervorragenden “dance party” beiwohnen möchte.





















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