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The Gaslight Anthem07.06.2011 // Hamburg – Docks

Lange hat es gedauert, doch schlussendlich haben The Gaslight Anthem ihre Koffer gepackt und sind wieder nach Europa geflogen. Auf dem Programm stehen auch eine Handvoll Clubkonzerte in Deutschland, bevor die Festivalsaison eingeläutet wird. Das Quartett rund um Brian Fallon macht natürlich auch Stopp in Hamburg und da das Konzert am Tag zuvor schon nach wenigen Tagen ausverkauft war, gibt es in diesem Frühjahr gleich zwei Shows im Hamburger Docks. Auch das zweite Konzert ist restlos ausverkauft und so tummeln sich schon gegen sieben Uhr die ersten Gäste auf der Reeperbahn und warten sehnsüchtig auf den bluesigen Punkrock aus New Jersey.

Als Support spielen schon wie am Vorabend die Amerikaner TwoPointEight, die eine knappe halbe Stunde eine Mischung aus Punkrock und amerikanischen College-Rock abliefern. Obwohl die Stimmung sich langsam hochkocht wird doch schnell klar, dass alle hier Anwesenden auf The Gaslight Anthem warten. Die lassen sich eine ganze Menge Zeit und die Umbaupause zieht sich unnötig in die Länge. Gegen halb Zehn ist es dann endlich so weit. Licht aus, Spot an, Gitarren auf.

Von der ersten Sekunde an ist das Docks elektrisiert. In den ersten zehn Reihen gibt es kein Halten mehr, als die ersten Hits des letzten Langspielers American Slang zum Besten gegeben werden. Zu den ersten Stücken gehört auch die jüngst veröffentliche Single Bring it on, die gebührend vom Publikum gefeiert wird. Dann folgen schon die ersten Hits der 59‘ Sound Veröffentlichung und spätestens zu diesem Zeitpunkt kocht das Docks. Ich frage mich an dieser Stelle, ob das Spielen eines Hits nach dem Anderen nicht ein wenig gefährlich ist, doch die Band soll mich eines besseren belehren. Vielleicht auch deswegen, da fast jeder Song potentiellen Hitcharakter beinhaltet. Nach Ausflügen in die Sink or Swim Platte und einigen Bruce Springsteen Anekdoten verlässt die Band unter tosendem Applaus die Bühne. Minutenlanger Beifall folgt und so lassen sich The Gaslight Anthem nicht lange bitten und spielen noch einige Zugaben.

The Gaslight Anthem und Hamburg – irgendwie ist das eine gute Kombination, singen die Herren doch von Frauen und Autos und dem Freiheitsgefühl, dass man an der Küste von New Jersey aufschnappt. Idealisiert findet man das Ganze natürlich auch hier auf dem Kiez. Und das das Hamburger Publikum Brian Fallon und Anhang verehrt wird auf diesem Konzert auch klar. Wie viel Geld nachher noch mit T-Shirt-Verkäufen gemacht wurde, kann ich gar nicht schätzen. In der Bahn nach Hause sehe ich auf jeden Fall unzählige. Ein gelungenes Konzert mit pathosgeschwängerten Songs – immer wieder gerne!

07.06.2011 // maximilian
 

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