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Bodi Bill25.04.2011 // Berlin – Lido

vor dem lido ist der älteren generation das staunen beim blick auf das monatsprogramm aus dem gesicht abzulesen: "vier konzerte am stück? sind die bekannt? hatten die einen hit?" für einen kurzen moment liegt einem die gegenfrage auf den lippen, ob sie schon mal etwas von "i like holden caulfield" gehört haben, aber der gedanke wird schnell verworfen. "einen hit?" nicht so richtig. eher endloses touren und mund-zu-mund-propaganda auch via sozialer netzwerke bringen die drei berliner in diesen tagen ende april 2011 ins heimische, restlos ausverkaufte, ehemalige kreuzberger kino. die erwähnten fragensteller haben davon über das rock radio (?) erfahren und ziehen es dann doch vor eine kneipe um die ecke aufzusuchen, während drinnen norman palm (!) das vorprogramm bestreitete.

der berliner und seine band genießen sichtlich die schon gute stimmung im saal und heben mit "landslide" und "easy" das niveau auf eine angenehm leichte ebene. sie beenden das ganze mit einer sehr interessanten und thematisch passenden interpretation von kraftwerks "autobahn".

so angekündigt, betreten bodi bill die bühne und legen die ersten drei songs "and patience", "hotel" und "pyramiding" nahtlos ineinander. über vier bildschirmen auf der bühne und dem bühnenhintergrund flackern schwam-stein- und icon-visuals während fabian mit einem übergroßen knochen in der hand das etwa 90-minütige konzert eröffnet. bei "pyramiding" tanzt er mit federkostüm über die bühne und lädt schon mal ordentlich viel energie und aufgestaute spannung in die menge. dort ist die stimmung von sekunde eins an mehr als anwesend und die ausgedehnten teilweise zum ende hin sehr technoiden songinterpretationen lassen den ganzen saal tanzen. wie erwartet entfaltet die songs auf "what?" erst live ihre ganze kraft.

während mit "garden dress" und "the net" der mittelteil etwas ruhiger ausfällt und damit die hitze im raum etwas abgedämpft wird, ist bei "brand new carpet" klar, dass dies der "hit" ist, den das neue album "what?" bereit hält. als danach "i like holden caulfield" in den raum gepumpt wird, singt alles "let's start!", und anton und alex schnappen mit einer übergroßen schere über die köpfe des publikums.
zur zugabe verlieren sich die drei etwas in ihren elektronischen und sphärischen spielereien. sie bekommen aber mit "willlem" noch rechtzeitig die kurve und schicken euphorisch das lido mit einem letzten markanten satz in die nacht: you don’t like sonic youth? so fuck off and die too!

für die weiteren drei berliner konzerte sind noch jeweils 50 tickets an der abendkasse erhältlich.

setlist:

and patience
hotel
pyramiding
one or two
garden dress
the net
what
tip toe
brand new carpet
i like holden caulfield

zugabe:
very small
friends
willem

25.04.2011 // bene
 

3 Kommentare

martin am 26.04.2011 um 23:23 UHR

...bestritt.

bene am 26.04.2011 um 23:55 UHR

...bestreitet

martin am 27.04.2011 um 10:19 UHR

ist auch egal. mir ist die genannte vergangenheitsform bekannt. aber ich bin eh nur neidisch auf das konzert. ;)

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