AdolarHamburg, Molotow

von Maximilian Römer · 07.04.2011

Und auf einmal waren Adolar in aller Munde. Dieser Satz könnte der Anfang oder auch ein Zwischenfazit aus der Geschichte der Band sein. Das Ende in jedem Falle nicht, denn Adolar steht eine blühende Zukunft ins Haus. Vor ein paar Jahren gegründet, mit der Idee mal ein paar Demoaufnahmen zu machen und eventuell ein paar Auftritte zu spielen geistert diese Band nun seit der Veröffentlichung der Planet Rapidia EP durch die deutsche Musiklandschaft. Als Emoband verschrien, als Indiepopband gebrandmarkt und von hochkarätigen Musikmagazinen über den grünen Klee gelobt: Adolar polarisieren zwar, aber wegzudenken sind sie nicht mehr. Wo einst Bands wie Muff Potter oder Düsenjäger aufhörten, knüpft das Quartett an. Und das gekonnt.

Im Molotow in Hamburg gibt sich die nationale und internationale Musikprominenz die Klinke in die Hand. An diesem Abend dann also Adolar. Das Konzert findet im Erdgeschoß, der Meanie Bar statt und nicht gewohnt im Keller. Und obwohl das Hamburger Publikum sich unter der Woche eher ausgehfaul gibt platzt die Bar an diesem Abend aus allen Nähten. Das Quartett macht noch Soundcheck, als das Konzert schon längst begonnen haben soll. Dann verschlägt es die Vier auch noch zum Essen. Nach zwei Stunden Wartezeit geht es dann endlich los.

Eröffnet wird mit einem Song der Planet Rapidia EP, dann spielt sich die Band durch ihren ersten Langspieler. Zwei Songs der kommenden LP werden auch zum Besten gegeben. Diese knüpfen nahtlos an dem gewohnten Soundbild der Band an. Ein Bratze-Cover ist das I-Tüpfelchen des Abends und erntet gerade beim Hamburger Publikum viel Applaus.

Adolar klingen auf Ihren Veröffentlichungen kraftvoll. So kraftvoll, das manch einer denken mag, dass es gedoppelte Gitarren- und Effektspuren sind, welche der Band auf den Aufnahmen diesen Sound verpassen. Live klingt das Ganze jedoch genau so. Für eine Band, die immer noch in besetzten Häusern und autonomen Jugendzentren spielt fasst schon zu viel, denn das Quartett besteht aus professionellen Musikern. Das Tempo genau wie von einem Drumcomputer, kein Verstärkerfiepen in den Breaks und Gitarrist Michael spielt Gitarre als hätte er zeitlebens nichts anderes getan. Wut und Aufbegehren tragen diese Songs in sich und das mit einer Authenzität, wie man sie bei deutschen Bands zur Zeit vergebens sucht. Einziges Manko ist der Veröffentlichungstermin der neuen LP, denn der liegt am Ende des Jahres und so lange möchte eigentlich keiner mehr warten!

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