Mohna13.11.2010 // Berlin – Festsaal Kreuzberg
Kleinod ist eigentlich ein etwas antiquiertes Wort für Schmuck. Ein musikalisches Kleinod war das letzjährige Album "1985-1994" von Mohna. Mohna heißt eigentlich Mona Steinwidder und spielt auch in der Hamburger Band Me Suceeds. Die elektronischen Sounds, die die Musik von Me Suceeds ausmachen, sind bei Mohna nur noch Geräusche - ein Kinderschlagzeug, ein Metronom, ein Akkordeon. Die Songs breiten sich aus, wie ein Teppich aus filigranen Klaviermelodien mit Geräuschen, als Webmuster. Bei Konzerten wird Mohna von einer zweiköpfigen Begleitgruppe unterstützt. Der Schlagzeuger sitzt mit angezogenen Knien hinter dem Schlagzeug (für kleine und große Musiker ab 5 Jahren).
Nonchalance, das kommt aus dem französischen und ist eigentlich ein Synoym für Lässig- bis Nachlässigkeit. Mit gar nicht nachlässiger Nonchalance spielt Mohna an diesem Abend gemeinsam mit dem Berliner Touchy Mob ein kurzes Set im Festsaal Kreuzberg. In der halben Stunde (Oder mehr? Oder weniger?) in der Mohna bekannte und neue Songs spielt, sitzt das Publikum auf dem Dielenfußboden vor der Bühne und hört und sieht andächtig. Mohna studiert auch Graphik und der ästhetischen Eindruck, den sie ihrem Artwork prägt, findet sich auch in ihren Songs: ein schwarz-weißer Minimalismus, aber nicht kühl. Eher so: als wäre die Songs nicht nur im Wohnzimmer entstanden, sondern auch direkt dort aufgenommen worden. Auf der Bühne genau der selbe Eindruck, das Flaschenklirren an der Bar kann nicht stören.





















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