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Frightened Rabbit08.11.2010 // Erlangen – E-Werk

Themenabend Kleintiere im bestens besuchten, aber nicht ganz ausverkauften Erlanger E-Werk: Zuerst dürfen Talking Pets auf die Bühne, bei denen es sich (leider?) nicht um singende Hamster und Meerschweinchen, sondern um ein Quartett aus München handelt. Mit im Gepäck haben die sympathischen Herren sonnige Pop-Songs mit schmeichelnden Melodien, eingängigen Refrains und manchmal - wie im fulminanten Finale, in dem alle vier Bandmitglieder auf diverse Schlaginstrumente einklöppeln - perkussiver Wucht. Selbstredend gibt es mit dem schönen “Too Many Girls” (als kostenloser Download auf der Homepage von Talking Pets erhältlich) auch einen Song zum Mitklatschen, Mitsingen und begeistert gucken. Tolle Band!

Als schließlich Frightened Rabbit dran sind, hat es den Anschein, als hätte Scott Hutchison an diesem Abend schon irgendwo anders ein Konzert gegeben. Der Sänger sieht nämlich bereits beim Betreten der Bühne recht abgekämpft aus - ein Zustand, an dem sich während des grandiosen Auftritts der Band aus Glasgow nichts ändert. Im Gegensatz zu seinen recht gelassen wirkenden Kollegen arbeitet sich Scott Hutchison ordentlich ab und zuckt wild umher - fast so, als müsste er um jeden einzelnen Ton ringen. Diese Intimität ist es auch, die den besonderen Reiz von Frightened Rabbit ausmacht und die sich eben am besten in kleineren Clubs entfaltet. Jüngst spielte die Band in den USA in ausverkauften Hallen mittlerer Größe und in diversen Kritiken wurde beklagt, dass eigentlich mitreißenden Songs wie “Old Old Fashioned”, “Swim Until You Can´t See Land” oder “Keep Yourself Warm” in solch einer Umgebung ein wenig der raue, ungeschliffene Charme abhanden kommt. Im E-Werk dagegen ist dieser Charme noch zu jeder Sekunde spürbar. Schön, dass es die Schotten einmal nach Erlangen geschafft haben, bevor sie zu groß geworden sind für so eine kleine Stadt.

08.11.2010 // christoph
 

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