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Maps & Atlases17.10.2010 // Berlin – Festsaal Kreuzberg

wer den finger immer schön auf den stadtplan gerichtet hatte und unterwegs nirgendwo falsch abgebogen war, der hat es nicht versäumt maps & atlases bei ihrem berliner konzert im festsaal kreuzberg zu sehen. die band selbst hat sich mit solch einem orientierungssicheren namen natürlich auch nicht verfahren und stand wohlbehalten und pünktlich bei ihrem debüt auf berliner boden auf der bühne. sie waren gekommen, um nach ein paar eps ihren ersten longplayer "perch patchwork" vorzustellen.

die aufregung in der hauptstadt zu sein, machte sich musikalisch nicht anhand von technischen patzern bemerkbar, jedoch äusserte sie sich in verzückten ansagen zwischen den jeweiligen songs. wiederholt betonte die band aus chicago in sympathisch zurückhaltender manier ihre freude berlin einen besuch abzustatten und erntete mit ihren vorgetragenen songs mehr als den üblichen anstandsapplaus. viel animation oder die obligatorische aufwärmphase brauchte es nicht und die zuschauer ertappten sich gegenseitig beim mitsummen oder beschwingten tänzeln. maps & atlases haben glücklicherweise die gabe ihren songs in hohem maße ein gewisses maß an vertrautheit mitzugeben, dass sich dann schnellstmöglich auf den hörer überträgt.

in berlin präsentierte sich das quartett in spielerischer höchstform und vermochte es in kürzester zeit den draht zwischen sich und den anwesenden zuhörern zu spannen und vor allen dingen aufrecht zu erhalten. songs wie "pigeon" oder "solid ground" markierten dabei kleine höhepunkte, die aber insgesamt in einem gut ausbalanciertem set keinen anmaßenden schatten auf die anderen stücke warfen, sondern diesen ihren berechtigten platz zukommen ließen. wäre all das nicht schon genug gewesen, entschied sich die band kurzerhand dafür die letzten songs inmitten des publikums zu spielen und verlagerte das musikalische treiben einfach von der bühne einige meter weiter auf das parkett. die fans dankten es ihnen, indem sie sich zahlreich um die herrschaften aus chicago scharten, aufmerksam zuhörten und die band mit einem herzlichen applaus in die nacht verabschiedeten. es war ein abend, der auf vielen netten gesten, gelungenen darbietungen der songs und aufgeschlossenen ohren beruhte, so dass am ende sowohl band als auch fans einen anerkennenden schulterklopfer verdient gehabt hätten.

17.10.2010 // annett
 

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