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The XX13.10.2009 // berlin – lido

ausverkauft ist das konzert der in den himmel gehypten "the xx" schon seit wochen. die ticketpreise auf ebay nehmen völlig anormale preise an. glücklich können sich diejenigen schätzen die schnell genug dran waren.

das lido platzt fast aus allen nähten. dicht an dicht stehen alt und jung, um den britischen newcomern schlechthin möglichst nahe zu sein. vorher heizt us-künstlerin "holly miranda" (myspace.com/hollymiranda) die menge erstmal vor. wobei: von vorheizen kann kaum die rede sein. die musik der jungen dame ist ähnlich atmosphärisch, ruhig und bedeutungsschwanger wie die des hauptacts. in stimmung sind die zuschauer trotzdem. fast in trance lauschen sie gebannt der jungen sängerin, die stellenweise an eine effekt geladene version von cat power oder feist erinnert.

der trancezustand setzt sich fort, als the xx die bühne betreten und die ersten melancholisch-kühlen töne erklingen. das spektakel wirkt zunächst kalkuliert: eingerahmt von zwei leuchtenden kreuzen, scheinbar lustlos und distanziert stehen die jungen musiker auf der bühne. in ihren gesichtern keine regung. der "drummer" tippt mitunter einhändig auf seiner drum machine herum, während die andere hand in seinem übergroßen pullover verschwindet. doch das tut der stimmung keinen abbruch.

es sind kleinen dinge, die das konzert zu einem unvergesslichen erlebnis machen. etwa wenn die fassade des sängers bröckelt und einen echtes, schüchternes lächeln über sein gesicht huscht. als könne er es selbst nicht glauben was gerade geschieht. seine bandkollegen üben sich in zurückhaltung, während das publikum hypnotisiert und ehrfürchtig mitnickt. mitnicken tut auch florence welch (florence and the machine), die begeistert am bühnenrand steht.

bei songs wie "crystalised", "heart skipped a beat" oder "basic space" kommt noch ein wenig mehr bewegung auf und der bass von "fantasy" stellt in sekundenbruchteilen jedem besucher sämtliche nackenhaare auf.

eine stunde später verlässt ein sichtlich begeistertes publikum den berliner club. egal was die kritiker sagen, fans sind sich einig - der hype ist gerechtfertigt.

13.10.2009 // colin
 

Ein Kommentar

Chuck am 04.11.2009 um 10:09 UHR

wirklich beeindruckend wie sie selbst ohne Baria in ffm mit ihren songs begeistern konnten. da störte nicht einmal das helle licht oder der dröhnbass. das songwriting ist einfach genial. jamie an den pads ist dazu noch ein ziemlich raffinierter trickser.

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