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Ja, PanikInterview mit Andreas, Christian und Sebastian

Das war euer Dockville- Auftritt. Seid ihr denn zufrieden mit eurem Auftritt?
Andreas: Ja, man kann schon sagen, dass wir zufrieden sind.

Ist das denn wichtig, dass ihr zufrieden seid nach einem Auftritt?
Sebastian: Ja, selbstverständlich Andreas: Uns ist es wichtiger als den anderen, habe ich den Eindruck.

In eurem Programm in sechs Punkten sagt ihr, dass diese männliche Rockmusik an sich tot ist, keine Zukunft hat. Warum macht ihr dann überhaupt Musik? Fühlt ihr euch ausgenommen von dieser Ansage?
Andreas: Ja, ich frage mich das auch oft, denn eigentlich hasse ich den ganzen Dreck drum herum. Diese blöden Techniker, die komische Band, mit der ich zusammen spiele. Aber wir sind da so rein geworfen worden. Und dann macht es eigentlich ja doch auch Spaß. (Pause) Ja, warum eigentlich?

Gibt es denn einen Song, der euch besonders Spaß bringt?
Sebastian: also, das kann man wohl nicht verallgemeinert sagen, es ist bei uns allen unterschiedlich. Mir bringt „Ich bringe mich in Form“ am meisten Spaß. Andreas: Ich kann das nicht so sagen. Es gibt einige Sachen, die kotzen mich besonders an, aber welche, das kann ich so nicht sagen, denn dann denken die Leute, ach, der mag das gar nicht, das ist nur so runter gespielt. Christian: Ich kann das so nicht sagen. Das ist bei mir von Konzert zu Konzert unterschiedlich. Eine Top Drei könnte ich auch nicht nennen.

Was ist euch denn lieber: Musik vorm Publikum oder Sachen zu Hause einzuspielen.
Sebastian: Das kann man kaum vergleichen, es sind zwei völlig unterschiedliche Sachen, ob man im Tonstudio an Sounds rumtüftelt oder auf der Bühne vor Publikum spielt. Es kann beides sehr viel Spaß machen, kann aber auch beides keinen Spaß machen. Aber ich habe die größeren Erfolgs- erlebnisse vor Publikum gemacht.

Beschreibt eure Musik mit einem Haus, einem Schmuckstück und einem Gesellschaftsspiel.
Andreas: Wolkenkratzer, Armbanduhr und „Eye of the Tiger“.

Habt ihr einen Lieblingsschnaps?
Sebastian: Da hat jeder einen anderen. Andreas: Es klingt jetzt vielleicht etwas proletarisch, aber so einen guten Vodka, trinke ich gerne. Schön kalt, wie Wasser. Christian: Das kommt bei mir auf die Tageszeit an. Sebastian: Ich trinke gerne und auch gerne ausschließlich Whiskey.

Ihr bleibt ja bis Sonntag auf dem Festival. Gibt es eine Band, auf die ihr euch am meisten freut?
Sebastian: Superpunk. Christian: Auf diese Französinnen Soko freue ich mich am meisten. Die sind ganz spannend. Andreas: Ich freue mich auf diese belgische Damenband namens Those Dancing Days.

Und sonst, wisst ihr, was es hier noch so gibt? Dass es beispielsweise eine Sauna auf dem Festival- Gelände gibt?
Andreas: Uha, nein, also das wäre doch vielleicht eher dick.

Gefällt euch das Festival denn bis jetzt?
Andreas: Ja, bis jetzt gefällt es uns ganz gut. Es ist gut organisiert.

Einige Songs eurer aktuellen Platte wurden teilweise bei euch in der WG aufgenommen. Der Gesang oder einzelne Gitarrenspuren sind in Heimarbeit entstanden. Habt ihr auch schon Songs auf Tour entworfen?
Andreas: Das ist etwas, was ich nicht verstehe, wenn die Leute sagen, fahren groß auf Tour, spielen in so einer Art Army- band und schreiben dann ein neues Album. Ich wüsste nicht, wann. Das ist soviel Arbeit mit all dem drum herum. Soundcheck und alles mögliche. Erstens ist es so was intimes, einen Song zu entwerfen und zweitens ist das ja auch so eine Art Versuchen und Versagen, bei dem man möglichst nicht gestört werden möchte.

Würdet ihr eines eurer Lieder als Liebeslied bezeichnen?
Andreas: Es gibt ein Lied, das ist auf unserer ersten Platte und heißt „Like a hurricane“. Da haben wir vorsätzlich so dran rum gebastelt, dass es ein richtiges Liebeslied geworden ist. Und das ist es auch geworden, ein klassisches Liebeslied, es rührt einen, öffnet einem das Herz.

17.08.2008 // karina
 

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