frank spilker gruppeInterview mit frank spilker
Hallo Herr Spilker, Wie geht es Ihnen mit Ihrem Soloprojekt? Zufrieden?
Natürlich Zufrieden, aber da geht auch noch was.
Ende letzten Jahres haben Sie eine Tournee gemacht. Wie waren denn die Resonanzen auf Ihre Kompositionen? Waren sie sehr unterschiedlich?
Ja, zum Glück. Ich würde sagen, es war eine Mischung aus Neugierde, Interesse und dem Wunsch nach Party.
Mit wem waren Sie denn auf Tournee und aus wem besteht die Frank Spilker Gruppe?
Matthias Strzode (dr.), Max Knoth (bass) und mir. Gelegenlicher Gast auf der Tour war Uwe Jahnke.
Wie ist die Verbindung zu den Mitgliedern entstanden?
Ich kannte beide Musiker aus Hamburger Zusammenhängen, auch wenn Max in Berlin lebt.
Sehen Sie die Frank Spilker Gruppe als Ihr Soloprojekt oder als Ihre zweite Kapelle?
Eine Mischung aus Beidem. Das Soloprojekt ist durch die Zusammenarbeit zu einer Gruppe geworden.
Wie bekannt ist, hat das Soloalbum keine Konsequenzen für die Sterne. Ist das nicht trotzdem ein komisches Gefühl zu sagen, ich mache jetzt mein eigenes Ding?
Nein, eher ein schönes Gefühl.
Können wir vielleicht auf weitere Soloprojekte aus den Reihen der Sterne hoffen?
Die gab es ja eigentlich auch immer schon. Richard zB. Thomas und Christoph machen eher als Musiker bei anderen Projekten mit.
Davon abgesehen, dass die Menschen unterschiedlich sind, aber was geht mit der Frank Spilker Gruppe, was mit den Sternen nicht ginge?
Die Sterne sind vom Grundgedanken her ein Kollektiv, bei dem es auch wichtig ist, dass alle von Anfang an dabei sind. Bei dem Soloprojekt mache ich viel mehr Vorarbeit alleine.
Und klappt es überhaupt so einfach, die „bekannten“ Wege zu verlassen, um sich musikalisch anderen Stilen zuzuwenden?
Ich denke das die FS.G eher so etwas wie ein abgekoppelter Teilbereich aus dem Sterne Oevre ist.
Ist es mehr Herausforderung oder eher eine Art Befreiung?
Beides. Irgendwo auf halbem Wege habe ich schon auch mal daran gezweifelt, ob es klappen würde.
Waren Sie zufällig vor kurzem in Amerika auf einem Highway unterwegs oder ähnliches?
Oh das ist schon länger her.
Ich finde nämlich, die meisten Einflüsse, die bei Ihrem Solowerk rauszuhören sind, entspringen der traditionellen Amerikanischen Musiklandschaft. Blues, Jazz, Swing, dazu auch eine Prise Rockmusik. Und manchmal fühlte ich mich an eine Big Band erinnert. Waren das auch die Einflüsse, welche auf Sie gewirkt haben oder würden Sie andere Musikrichtungen aufzählen?
Na ja ich finde die Amreicanismen sind in der Rock Musik recht häufig und wenn man sie weiter zurückverfolgt oft eher so was wie Folk. Aber an Blues habe ich schon gedacht. Der Big Band Eindruck kommt sicher daher, das das Band Konzept nicht ganz so streng ist.
Sie haben geschrieben, dass nur eines noch schlimmer als Morrissey selbst ist und das sind Möchtegern-Morrisseys. Was ist jetzt Ironie? Diese Aussage oder der Song “Me only”? Die Textzeile „I hadn’t talk to her such a long time“ könnte schließlich fast nicht besser von Morrissey selbst gesungen werden.
Ich wollte die Brutalität dieser Ich Position darstellen. Und dieser Gedanke zumindest ist keine Ironie.
War der Gedanke an ein Soloalbum schon lange in ihrem Kopf am Gären?
der Gedanke kam immer mal wieder auf, wurde aber erst Konkret mit dem Entschluss der Sterne eine Pause einzulegen.
Was würden Sie sagen, ist der Ursprung/Auslöser dafür gewesen?
Auch der Entschluss der Band so kollektiv wie möglich zu arbeiten.
War das bei den Aufnahmen so? Alle haben Mitspracherecht, aber einer, in dem Fall Sie, ist der Chef?
Ein bisschen ist das so. Die Autorität kommt aber vor allem daher, dass man sich schon länger mit dem Material auseinandergestzt hat.
Haben Sie vorher eigentlich schon einmal auf Englisch gesungen?
Nur Coverversionen.
Sprechen Sie auch andere Sprachen oder würden Sie gerne auf anderen Sprachen singen (können)?
Ich kann nur noch ein wenige Schulfranzösisch und etwas Spanisch und Portugiesisch, würde aber am liebsten so viele Sprachen wie Möglich sprechen.
Wie würden Sie Ihren persönlichen eigenen Stil beschreiben?
Als eklektizistisch im guten Sinn.
Haben Sie ein Lieblingsstück auf dem Album, was Ihnen besonders am Herzen liegt?
Nein, ich finde eigentlich alle gut.
Wer ist der Adressat Ihrer Lieder?
Ich würde sagen, sie richten sich an diejenigen, die sie inhaltlich nachvollziehen können.
Wissen Sie schon, was Sie als nächstes machen wollen?
Nicht genau. Ich versuche mich nicht in zu viele unterschiedliche Projekte zu verstricken. Das ist aber gar nicht so leicht.





















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