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asconaInterview mit Florian Schönbeck

Wie kommt es, dass ihr auf Englisch singt und nicht auf Deutsch? Hat das einen besonderen Grund?
Englisch ist halt Pop-Sprache Nr. 1, aber das war nicht unbedingt der entscheidende Grund. Es schien uns die natürlichste Sprache, die man zu solcher Musik, wie wir sie spielen, verwenden kann. Es ist nicht so, dass wir partout deutsche Texte ablehnen. Unser Sänger Roni hat ein Soloprojekt, Allurarot, da singt er auf Deutsch. Und warum ist das jetzt natürlich, wenn wir auf Englisch texten und singen? Die anglo-amerikanischen Einflüsse sind ja jetzt auch nicht zu überhören, da sag ich doch mal: A perfect match! ;)

Eure Musik klingt sehr beschwingt und einige Songs eignen sich zum Ohrwurm, war es eure Intention gute Laune, tanzbare Musik zu machen?
Ich denke, die Intention mit der ersten Platte war schlichtweg, Popmusik zu machen, die viele toll finden können, die aber nicht doof ist. Die Songs waren auch im Frühstadium halt oft upbeat, da werden sie konsequenterweise tanzbar. Eine Frage des Songwritings und auf welche Weise man meint, die Komposition am meisten strahlen zu lassen. Halten wir fest: Ascona anno 2007 und besonders 'This Could Be Your Part To Sing!' Sind POP, das kann sich in Zukunft aber noch ändern.

Was war für euch wichtig, während ihr das Album aufgenommen habt?
Für Debüts und vor allem Bands, die ihr erstes Album produzieren, ist es wichtig, gewisse Standards - selbst gesteckt oder von Außen vorgegeben - zu erfüllen. Man möchte ja von Anfang an respektiert werden! Dies zu schaffen und nicht verkrampft dabei zu wirken, war wichtig. Ist wichtig.

Hört ihr das Album auch selbst an?
Nur, wenn ich was vergessen hab! Nein, im Ernst: Anfangs schon, aber nur mit kritischen Ohren, denn was soll mich meine eigenen Musik noch weiterbringen? Da hat man eben auf verschiedenen Anlagen getestet, "ob der Sound auch OK ist..." In meiner Freizeit hör ich meine eigenen Sachen nicht an. Ich spreche da aber nur für mich.

Seid ihr zufrieden damit, würdet ihr bei einem Nachfolgeralbum etwas anders machen?
Die nächste Platte, das merken wir unserem neuen Material schon an, wird kantiger, bleibt möglicherweise über weite Strecken upbeat, und vielleicht finden wir mal Zeit und Platz, langsamere Songs auf die Platte zu packen, bei denen wir uns im Sound mal etwas mehr zurücknehmen. Ideas and Plans und das Quasi-Titelstück merkt man den Hang zur großen Geste ja an. Die beiden werden ja am kontroversesten diskutiert, wenn ich das mal so pseudo-wissenschaftlich ausdrücken darf.

Habt ihr mit einem Produzenten gearbeitet?
Wir haben die Platte lokal mit einem Produzenten aufgenommen. Sven Gallinsky heißt er. Er ist der Studiobesitzer und macht die Bands im Regelfall selbst. Hinzu kamen noch Mixing von Franz Kasper und James Arthur in Köln und Mastering von Tobias Siebert von Klez.E in Berlin. Die Platte ist also mehr oder weniger einmal quer durch die Republik gewandert.

Inwiefern wurdet ihr schon durch eure Eltern musikalisch beeinflusst? Und glaubt ihr, dass die Musik, die man in der Kindheit hört später beeinflusst?
Ich glaube, ein großer Einfluss ist die Musik, die man in seiner Teenagerzeit hört. Da geschehen wichtige Schritte der Sozialisation. Bei mir war es so. Ich hör heute noch mit großer Wonne Mansun, die Manic Street Preachers und Suede. Großer Kitsch, kein kleiner. Ich kann jetzt wieder nur für mich sprechen, die anderen drei haben etwas musikalischere Eltern.

Was seht ihr als eure aktuellen Einflüsse an?
Too many to mention.

Wie läuft das ab, wenn ihr neue Songs komponiert?
Meistens ist ein Song mindestens bis zur Hälfte komponiert. Der wird dann im Proberaum vorgespielt und dann wird gerödelt. Bei der ersten Platte war Roni der hauptsächliche Songwriter. Die Texte, bis auf Smell, sind von mir. Mittlerweile traue ich mir auch, mit Abstrichen, die Komposition von Musik zu - trotz meiner rudimentären Gitarrenkenntnisse. Alles in allem schreiben alle an der Musik mit. Gejammt wird bei uns nur funktional, d. h., wenn wir merken, dem Song fehlt noch ein gewisser Teil, der ihn vervollständigt. Richtungsloses Rumgegniedel ist nicht so ganz unser Ding.

Was ist eure Intention mit der Musik?
Es geht darum, schöne Musik zu machen, die einem selbst anspricht, die gefällig, aber nicht doof ist, die interessant, aber nicht abgehoben ist.

Habt ihr schon mal vor sitzendem Publikum gespielt?
Nein, aber das werden wir voraussichtlich im März tun. Da spielen wir einen Akustik-Gig in Ludwigsburg.

07.11.2007 // tamara
 

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