Markus Kavkainterview auf dem melt! festival 2007
Ich find es ziemlich beeindruckend, dass du so viele verschiedene Musikrichtungen in deiner Schaffenszeit ausprobiert hast.
Das lief einfach alles schon immer parallel. Also, es gab nie so eine Zeit in meinem Leben, in der ich nur einen Stil gehört hätte. Es gab das mal, es hat die Schwerpunkte so ein bisschen verschoben, aber tatsächlich hab ich dann Ende der 70er so mit Elektropop, Rave angefangen. Das war so das erste, was ich für mich entdeckt hab, und gerne gemocht hab. Dann eigentlich die ganzen 80er und 90er hindurch war es immer: Gitarren auf der einen Seite und Elektronik immer nebenbei. Und dann in den 90ern hab ich dann so ganz krassen Metal-Kram gehört, so Grindcore. Parallel dabei auch Drum n´ Base. Und aufgelegt hab ich in den 80ern, Anfang 90er Indierock und seit zehn Jahren jetzt Techno. Aber ich hör immer noch alles parallel, aber ich misch es halt nicht beim Auflegen.
Sind das die Musikrichtungen, die du dann gerade bevorzugst, oder wie kam es, dass man immer gerade das aufgelegt hat?
Das liegt daran, dass es tendenziell mehr Spaß macht elektronische Musik aufzulegen. Als ich früher noch so in Indiediscos aufgelegt hab, das war dann immer ganz lustig, was da die Parties betraf, aber man kommt sich dann so als IndieDJ schon irgendwann vor, wie so eine Jukebox. Du spielst halt die Songs und permanent kommen halt Leute, die sich ihre Lieblings-Indiesongs wünschen und dann musst du die irgendwie abheuern und dann haben alle eine gute Zeit. Aber das verlangt einem auch technisch halt überhaupt nichts ab. Und elektronische Musik aufzulegen ist halt deswegen interessanter, weil du ja Plattenspieler und das Mischpult fast wie ein Instrument verwenden kannst und die Herausforderung, die Platte auf einen Beat zu kriegen, ist halt irgendwie spannender, als nur einen Song nach dem anderen aus dem CD-Player abzuheuern. Und dann halt noch mit dem Mischpult irgendwie Effekte zu machen und aus zwei Tracks irgendwie Treppen bauen, das reizt mich halt. Deswegen leg ich eigentlich nur Techno auf.
Du hast ja gleichzeitig für verschiedene Musikzeitungen geschrieben und auch immer wieder über verschiedene Richtungen. War es da nicht auch schwierig sich immer neu einzugewöhnen und alles kennen zu lernen?
Eigentlich nicht, weil ich für alle Musikstile ähnliches Interesse und eine ähnliche Leidenschaft entwickelt hab und insofern war es kein Problem. Vier Jahre war ich ja Redakteur bei einer Metalzeitung und hatte da aber, in dem Metalmagazin, eine Drum n´ Bass Kolumne, was eigentlich total widersinnig war, aber da hatte ich halt einfach Bock drauf. Hat wahrscheinlich keinen interessiert, der dieses Heft gelesen hat, aber drauf geschissen. Und auch für die Indiemagazine, für die ich geschrieben hab... Also, für mich war immer entscheidend: berührt die Musik mich oder berührt sie mich nicht? So ganz egal, welcher Stil das ist. Und in dem Moment, in dem es mich berührt, fällt es mir auch überhaupt nicht schwer irgendwas drüber zu erzählen oder was drüber zu schreiben. Wenn es mir am Arsch vorbei geht, dann fällt mir überhaupt nichts ein und Musik, die mir am Arsch vorbei geht, die kann auch aus allem Möglichen Stilrichtungen kommen. Also, ich hab jetzt nicht explizit was gegen irgendeinen Musikstil, das Einzige, was ich nicht höre ist Jazz und Klassik. Und sonst aber alles. Und versuch halt da so in allen Bereichen, die Sachen zu finden, die besonders sind.
Hört sich aber trotzdem ein bisschen anstrengend an.
Aber macht auch Spaß.
Verbringst du viel Zeit damit, dich über Musik zu informieren? Also, das ist ja zum Teil dein Beruf...
Ach, ich war schon immer so ein Nerd. Ich empfinde das gar nicht als Zeitaufwand, im klassischen Sinne. Das ist eher so eine äußerst schöne Möglichkeit, die Stunden meines Daseins zu füllen. Also, klar. Tagsüber ist es mein Job, für den ich Geld krieg. Und da musikalische Leidenschaften bei MTV zu verfolgen, ist auch nicht wirklich drin. Die Sachen über die ich dann im Fernsehen reden muss, sind nicht die, die ich zu Hause höre, notwendigerweise. Aber ich les halt so alle relevanten Musikzeitschriften, häng mindestens zwei Mal in der Woche im Plattenladen rum, und ganz viele Leute schicken mir halt ihre Sachen in einer Mail als MP3, und eigentlich hör ich jeden Tag bestimmt so bewusst ein bis zwei Stunden neue Musik. Und es bereitet mir noch immer total viel Freude Sachen zu entdecken. Ich bin dann halt wirklich so ein Junkie und kauf mir wahnsinnig viele Platten, nach wie vor. Brauch ich einfach. Eigentlich geb ich für nichts mehr Geld aus, als für Platten.
Wo wir bei MTV waren, du hast ja bei VIVA angefangen und bist dann zu MTV gewechselt. Und erst mal hat MTV mit Sendungen wie Spin, die Musik abseits des Mainstreams gefördert, so ein bisschen.
Ein bisschen, ja.
Und dann wurde das wieder abgesetzt irgendwann. Und Charlotte Roche wurde abgesetzt und Sarah Kuttner wurde abgesetzt. Also, eigentlich alle Musiksendungen auf MTV, die nicht mit Kommerz oder Kommerzmusik zu tun hatten.
Bis auf, es gibt noch Rockzone. Da sind ja auch eher die kommerzielleren Rocksachen.
Wie ist es dann für so eine Mediengruppe zu arbeiten?
Ich war ja vorher bei VIVA2 und das war wirklich so... vielleicht das letzte Experiment ambitioniertes, so richtiges Musikfernsehen zu machen. Ich mein, da liefen ja im Tagesprogramm total skurrile Sachen, weil wir die halt cool fanden. Und damals war aber schon klar, dass man, wenn man Musikfernsehen guckt, oder in dem Fall Musikfernsehen macht, dann sollte man nicht den Fehler begehen und von sich selbst und seinem Freundeskreis ausgehen, die dann alle coole Musik hören und coole Videos gucken. Und sich daraufhin denken "Naja, wenn die das machen, dann machen das alle." Weil tatsächlich ist das so, dass 90-95% aller Leute einfach einen beschissenen Musikgeschmack haben. Die haben damals kein VIVA2 geguckt, und die haben dann konsequenterweise auch nicht MTV Spin geguckt, oder sonst irgendwelche Sachen, die wir und unsere Freunde cool finden. Das Problem ist halt, dass man irgendwann angefangen hat Musikfernsehen nach Quoten zu messen, was ja vor zehn Jahren noch nicht der Fall war. Und da konnte jeder sagen "Das ist cool!", egal wie viele Leute das gucken und irgendwann gab es dann diese Quoten. Die sind halt leider die gängige Währung, wenn es um Werbepreise und so geht. Und wenn man sich dann so Sendungen leistet, bei denen dann so maximal 20-30 000 Leute zugucken und du dann da dementsprechend keine Werbebuchungen hast, dann geht das ganz schnell und das Ding wird abgesägt. Das ist im privaten Fernsehen Gang und Gebe und da war es irgendwie schon klar, dass so Sendungen, die eine schlechte Quote haben oder wie Sarahs Sendung, zwar auf dem Papier die Okay-Quote, aber gemessen daran, was die Sendung gekostet hat dann auch wieder nicht ganz profitabel, dass die im Programm irgendwann dran glauben müssen. Das ist halt ein Jammer, aber leider nicht zu ändern. Und was jetzt die Sachen bei MTV betrifft, die ich mache. Also, ich bin da ja auch Producer und hab halt so mein kleines Inselchen, die News. Die zwar thematisch total kommerziell sind, aber ich hab halt die Freiheit, das dann entsprechend zu kommentieren. Und insofern bin ich so ganz zufrieden mit dem, wie die Situation da für mich ist. Aber ich nehm natürlich schon zur Kenntnis, dass sich MTV so rundum immer mehr verändert. Ich guck das ja auch kaum mehr. Also, tagsüber läuft natürlich im Büro die ganze Zeit MTV, aber so von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, so Masters oder irgendwelche Konzerte oder so, würd ich jetzt abends, wenn ich zu Hause bin, auch nicht MTV gucken.
Was anderes läuft ja auch fast nicht mehr, was mit Musik zu tun hat.
Ja, aber diese Sendungen, die nichts mit Musik zu tun haben, die sind eben sehr erfolgreich.
Ja, aber dann ist es doch kein Musiksender mehr.
Naja, da geht die Reise ja auch ziemlich eindeutig weg davon. Weil Musikfernsehen, in der klassischen Form, das war wirklich, bei VIVA2, das letzte Experiment, ob es tatsächlich noch jemand braucht und guckt. Offenbar halt nicht und stattdessen scheinen ganz viele Leute diese anderen Sendungen zu brauchen und zu gucken und es entwickelt sich jetzt immer mehr zu so einem Jugendvollprogramm, mit Formaten, die man halt auf anderen Sendern nicht sieht. Also so, wer soll den Quatsch praktisch ausstrahlen, außer uns?
MTV hat mal im Internet eine Umfrage gemacht, ob man es begrüßen würde, wenn es in Deutschland Musikspartengetrenntes Fernsehen geben würde. Und es klappt ja auch in andern Ländern. Es klappt in England sehr gut und es funktioniert in Amerika, soweit ich weiß. Also, ich kenn nur das englische Programm, wo es mindestens drei Indiesender gibt, die wunderbar funktionieren, sie haben Elektrosender, Metalsender. Warum haben die das Problem nicht, das Deutschland hier gerade scheinbar hat?
Ich weiß nicht, ob der Markt hier das her gibt, was er in England her gibt. Indiekultur hat ja da auch einen ganz anderen Stellenwert, als bei uns. Da ist es fast ja irgendwie Mainstream schon, oder ein ganz großer Teil der Popkultur. Und hier ist es halt immer noch so ein Nischending, aber wir haben jetzt auch so ein digitales Zusatzangebot und da ist ja auch ein reiner Indiesender eingespeist und das Problem ist halt, dass es noch nicht so viele Leute kriegen. Aber es wird jetzt noch so ein, zwei Jahre dauern und dann, glaub ich, kann man ganz problemlos diese digitalen Kanäle empfangen und dann da 24 Stunden Musikvideos gucken, aus allen Möglichen Richtungen. Aber so MTV, in der Form, wie es jetzt halt so im Kabel ist... Also, der Musikanteil wird jetzt nicht noch mehr sinken, aber er wird definitiv auch nicht größer werden.
Wie ist das mit den Leuten zu vereinbaren, die MTV gegründet haben?
Na, MTV in Amerika, die spielen ja noch weniger Musik als wir. Die haben zwar ihre Zusatzkanäle, aber das Haupt-MTV, das man da im Kabel hat, da kommen ja nur noch so Sachen. Die haben ja diese ganzen Formate, die kommen ja aus Amerika. Du hast halt MTV2 da, was aber auch nicht jeder kriegt. Aber das Haupt-MTV kommt halt, die haben ja jetzt sogar noch TRL abgesägt, so als letzte Sendung. Naja, die Leute, die MTV gegründet haben, wollten dann auch irgendwann mal reich werden damit und dann hat das alles so einen Verlauf genommen. Jetzt ist das eben angedockt an einen der größten Medienkonzerne, die es gibt. Und obwohl die total viel Umsatz machen, zieht es halt bei allen MTV´s, weltweit, die Daumenschrauben an, weil die noch weniger kosten dürfen, die Programme, und noch mehr geguckt werden müssen. Das Prinzip ist ja, dass diese Sachen, hier so "Date my Mum" und "Parental Controle" und wie sie alle heißen, die Shows, die werden in Amerika sehr teuer produziert, aber du kannst sie dann halt weltweit ausstrahlen. Wir kriegen die Shows dann umsonst, ist ja klar. Und deswegen ist das für uns ja auch eine ganz billige Art Programm zu machen. Letzten Endes, geht es dann doch immer nur ums Geld und der Erfolg gibt dem halt auch Recht, weil MTV haben noch nie so viele Leute geguckt, wie jetzt in diesem Jahr. Wenn man jetzt feststellen würde, dass man mit solchen Formaten die Zuschauer total verprellt und das keine Sau mehr gucken würde, dann würde man vielleicht drüber nachdenken, ob man es wieder so ein bisschen macht, wie früher. Aber genau das Gegenteil ist der Fall und insofern wird da dann auch nichts passieren.
Ich hab den Eindruck bekommen, dass man die Leute auch mit falscher Musik füttert. Man gibt ihnen ja diese komischen Castingbands... Aber an Bands wie Wir sind Helden, Madsen oder Kettcar sieht man ja auch, dass solche Musik die Menschen schon anspricht. Aber es sind eben auch wenige Bands, die eben so medienwirksam platziert werden.
Wir versuchen das schon immer, gerade deutsche Bands, so ein bisschen aufzubauen. Und ich mein Helden, da lief das Video bei MTV, da hatten die noch nicht mal eine Plattenfirma. Aber wir fanden das halt cool und jetzt sieht man ja, was aus den Helden geworden ist. Da gibt es halt noch so zwei, drei Beispiele, so Madsen haben wir ja auch so ziemlich angeschoben. Es gibt dann immer so Bands, die das Potenzial haben, aber aufgrund der kaum mehr vorhandenen Plattformen, wo man so eine Band überhaupt noch platzieren kann, bei MTV, ist es halt schwierig da entsprechend Druck zu machen oder mehr von diesen Bands dann im Programm zu haben. Weil letzten Endes, da sind wir wieder bei dem Punkt, wollen die Leute lieber zehn Mal hintereinander ein Video von Linkin Park sehen, als einmal irgendwie Kettcar.
Weg von MTV, du machst ja auch noch andere Sachen. Z.B. Bücher schreiben.
Ja.
Ich hab gerade erst deine Kolumne von dem Restaurant gelesen, in dem alles dunkel ist und man sich fühlt, als wäre man blind. Fand das sehr lustig, hat sich ein bisschen schlimm angehört, aber...
Ja, war eine Erfahrung, auf jeden Fall.
Über was schreibst du in deinen Büchern?
Ach, man kann das so grob einteilen in Sachen, die ich selbst erlebe; und durch meine Jobs erleb ich ja nun eine Menge Zeug, über das auch ich noch mal nachdenken muss, weil es halt teilweise einfach sehr skurril ist. Und in Kolumnen kann ich das dann immer noch so ein bisschen reflektieren und für mich so verarbeiten. Das ist ein Teil der Kolumnen, dann ein anderer Teil: ich engagier mich ja auch für so ein paar Sachen. Also, ich bin da bei so einem Suizidpräventionsverein, bei einem Organspendeverein, dann hab ich jetzt eine Antirechtsintitiative gegründet. Und das sind dann so Themen, die mir auch am Herzen liegen. Dann schreib ich darüber oder ich stoß auf irgendwelche andere interessanten Sachen, die ich dann entsprechend recherchiere und dann drüber schreibe. Also, da sind dann auch viele politische Themen dabei. Es ist so eine Mischung aus Kolumne und Blog, würd ich fast mal sagen. Ursprünglich sind die auch nur im Internet erschienen, also tun sie immer noch. Dass dann ein Buch draus wird, das war eigentlich überhaupt nicht geplant. Jetzt war es aber trotzdem ganz witzig, mit diesem Buch auf Lesetour zu gehen, weil ich das ja eigentlich ganz gerne mach, so vorlesen. Und es war einfach eine interessante Erfahrung so, auf einer Bühne zu sitzen und nicht irgendwie Bands anzusagen und daraufhin mit Bierbechern beworfen zu werden, weil die Leute keinen Bock haben auf einen scheiß Moderator, sondern ihre Band sehen wollen, sondern dass da wirklich Leute im Publikum waren, um sich von mir was vorlesen zu lassen. Das war echt skurril. Aber hat echt Spaß gemacht. Das zweite Buch, das jetzt kommt, das ist keine Kolumne, na das ist so wie ein Gesprächsprotokoll. Also, ich hab zusammen mit einer Kollegin, Karoline Korneli, hab ich mich so über das Mann/Frau Bild, so in dieser Zeit, unterhalten. Das ist so ein bisschen, ich will nicht sagen eine Antwort auf diese neokonservativen Tendenzen, wie Eva Hermann, Frank Schirmacher und so, die Frauen wieder am Herd haben wollen. Wir haben uns da einfach ein paar Abende getroffen, drüber geredet und dann wurde das protokolliert. Es kommt jetzt, weiß nicht, Ende August, Anfang September, und dann gehts wieder auf Lesetour. Ich freu mich schon.
Warst du früher selbst bei Vorlesungen?
Ja, Also... Klar, zu den üblichen Verdächtigen geht man dann immer hin so: Max Goldt, Benjamin von Stukrath Barre, Rokko Schamonie, Heinz Strunk und so. Ich mag so diesen Literaten-Kram ganz gerne, obwohl ich mich natürlich überhaupt nicht dazu zählen würde. Aber es war auch irgendwie ganz lustig, so mit diesen Leuten vom Verlag zu tun zu haben, den Lektoren, das ist schon alles eine ganz andere Baustelle, als im Musikbusiness. Macht Spaß so mit belesenen Leuten zu tun zu haben. Und es wurde mir ja angetragen einen Roman zu schreiben, nächstes Jahr, aber das ist natürlich echt ein Projekt, also, so ein Roman, der schreibt sich ja nicht von selber. Und ich weiß ja gar nicht, ob ich das überhaupt stemmen kann, versuchen werd ich es auf alle Fälle! Aber da muss ich natürlich erst mal meine anderen Jobs so ein bisschen runter fahren, weil jeden Tag bis abends bei MTV rumhängen und dann nach Feierabend noch ein bisschen Roman schreiben, ich glaub das haut nicht hin. Dann auch noch Platten auflegen, und Radio machen...
Wie gefällt dir das Festival hier? Die Location?
Das hier ist schon ziemlich eindeutig mein Lieblingsfestival, in ganz Deutschland. Weil, ich glaub ich bin jetzt das fünfte Mal, nein vierte Mal, da. Und ich weiß halt noch, als ich das erste Mal da war, da fährt man ja diese Straße hier hinter, du siehst ja das Gelände erst mal gar nicht, und dann fährst du um diese eine Kurve rum und es war dunkel, als ich ankam und dann musste ich echt erst mal an den Straßenrand fahren, weil ich echt gedacht hab, ich seh nicht recht. Es war alles belichtet und ich dachte, das kann doch nicht wahr sein. Das kann man sich ja gar nicht ausdenken. Dann stehen hier diese Dinger rum und dann ist da dieser See und du darfst hier ein Festival machen, ist echt ein Traum! Und dass es dann auch noch ein Festival ist, das nicht irgendwie, was weiß ich, entweder so ein reines Rockfestival ist oder ein reines Technofestival, sondern auch eins, das immer so total geschmacksicher so diese beiden Dinge verbindet. Also, das perfekte Festival kann man hier wahrscheinlich veranstalten und ich freu mich jedes Jahr aufs Neue drauf. Und es ist auch so das einzige Festival, wo ich mir vorher so ganz akribisch einen Zeitplan mach, weil es so viele Dinge gibt, die ich sehen will, dass ich sonst was verpasse. Wenn ich zu Rock am Ring fahre, denk ich mir, spielt eine Band die mich interessiert am Tag. Aber hier...
Wen willst du heute noch ansehen?
Also, ich würde heute ja noch gerne Hot Chip und Tocotronic ansehen. Dann natürlich bin ich sehr neugierig auf Deichkind und Snap! Mal gucken, ob ich es noch zu Hell schaffe, aber der fängt um 5 Uhr erst an. Michael Maier legt auf, das ist ein alter Freund von mir aus Köln. Also, sind auch wieder ein paar Dj´s die ich gerne sehen würde, ist schon wieder straff heute.





















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