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Friska ViljorInterview mit Daniel Johansson und Joakim Sveninjson auf dem immergut

Ihr seid eine dieser vielen, schwedischen Bands und manche von euch sind auch noch in anderen Bands.
Joakim: Ja, Daniel ist noch in einer anderen Band. Ich nicht.

Du bist noch bei Mando Diao, oder?
Daniel : Ich hab nur ein paar Mal ausgeholfen, als Trompetenspieler.

Ihr spielt immer mit unterschiedlichen Musikern. Ist das nicht schwierig?
Daniel : Ja, aber es ist auch Spaß. Wir hatten zwei verschiedene Keyboarder, diese Tour, und zwei verschiedene Bassisten. Die Songs bekommen unterschiedliche Formen. Ich denke es ist schön.

Und vermisst ihr es nicht, so etwas wie eine Familie zu haben und Leute denen man vertrauen kann.
Daniel : Das ist, weswegen wir eigentlich die Band neu geformt haben und wieder ein Duo wurden.
Joakim: Weil es ist wirklich schwer sechs Leute dazu zu bekommen sich auf eine Band zu konzentrieren.
Daniel : Wir hatten eine harte Zeit, weil all die Anderen hatten andere Projekte, die ihre Babys waren. Und das ist meines und Joakims Baby.
Joakim : Wir entschieden uns, uns neu zu formieren und einfach ein Duo zu sei. Und nicht diese Familie zu sein, weil es eine nichtfunktionierende Familie war.

Ist es wahr, dass ihr die Band gründetet, weil ihr nicht an euren verlorenen Lieben festhalten wolltet?
Joakim : Es war lustig, weil wir uns von Mädchen trennten zur gleichen Zeit
Daniel : Und wir taten dies (die Band) anstatt zu Hause zu sitzen. Es war eine Art Therapie für uns. Weil wir beide uns sehr schlecht gefühlt haben und in der gleichen Art von Krise waren.
Joakim : Wir haben die Band nie richtig gegründet, weil es nie eine Band sein sollte. Es sollte einfach etwas sein, dass wir in unserer Freizeit machen, um etwas zu machen.

Und wie kam es zu dem Namen Friska Viljor?
Daniel : Es war so was wie ein "Late-Night-Joke", denke ich.

Ist es ein schwedisches Wort?
Daniel : Ja.

Und was bedeutet es?
Joakim : Es bedeutet "Gesunder Wille". Es ist ein Ausdruck für etwas erfrischendes, das wirklich gut für dich ist. Und zu dieser Zeit haben wir uns überhaupt nicht so gefühlt. Also, haben wir darüber Witze gemacht.

Eure Musik hört sich unterschiedlich an. Da gibt es Songs, die hören sich sehr elektronisch an, manche klingen nach Rock n´Roll, oder wie Folk oder sogar wie Pop. Wie kommt es, dass dort so viele verschiedene Arten von Musik vereint sind?
Daniel : Ich denke es ist so, wie Joakim sagte, dass wir diese gleichzeitige Lebenskrise hatten. Wir haben schon vorher ein paar Sachen aufgenommen. Es war nicht alles über die Beziehungen, es war über Musik und das Leben. Wir kamen in verschiedene Situationen und wollten etwas Neues und Frisches machen. Also, nahmen wir alle Grenzen und Regeln weg, die jeder hat, egal ob man in einem Studio ist oder so. Weißt du, wir sind eine Punk-Rock-Band, wir können das machen.

Was denkt ihr von welchen Bands ihr beeinflusst seid?
Joakim : Ich denke nicht, dass wir einen direkten musikalischen Einfluss haben. Ich denke, wir sind von unserer Geschichte beeinflusst. Und was wir uns als Kinder angehört haben, und als Jugendliche. Alles ist da, aber es ist nicht unsere Musik. Es ist die Musiksprache, die du mitbekommst, wenn du klein bist.

Mögt ihr die schwedische Musikszene? Schweden wird musikalisch derzeitig größer und größer...
Daniel : Ich denke die schwedische Musikszene ist gut.

Bekommt ihr viel Aufmerksamkeit in Schweden?
Beide: Nein. (grummelig)

Also, nur Bands wie Mando Diao usw.?
Daniel : Mando Diao sind hier viel größer als in Schweden. In Schweden ist es eine große Rockband, aber hier (Deutschland) sind sie einfach riesig.

Habt ihr mal vor sitzendem Publikum gespielt?
Joakim : Vor sitzendem Publikum?
Daniel : Ja, ich denke das haben wir gemacht, als wir in Hamburg waren. Wir hatten einen Akustik- Bass und ein Piano und solche Sachen. Es war ein sehr gemütlicher Raum und alle haben sich einfach hingesetzt.

Mochtet ihr das?
Daniel : Es macht immer Spaß zu spielen. Joakim : Es geht sich um die Intimität.

Ist es nicht schwer, den Enthusiasmus der Zuschauer zu sehen?
Joakim : Aber du bekommst die Reaktion danach.
Daniel : Weil es auch ein sehr kleiner Raum war, deswegen kam man sehr nah zu den Leuten. Ich spiele lieber vor einem sitzenden Publikum als vor 1000 stehenden Menschen. Weil es ist sehr schwer. Wenn du diese Theater hast, dann hast du vielleicht zehn Meter von der Bühne bis zur ersten Reihe. Das ist toll. Wir könnten dir jetzt ein Lied spielen und wir könnten sehen, wie du reagierst.

Habt ihr euer Konzert hier genossen?
Daniel : Unglaublich viel!
Joakim : Es war mein bestes Konzert, ever.

Warum?
Joakim : Es waren vielleicht 1500 Leute da und wenn wir auf die Menge guckten, sprangen alle, den ganze Weg bis hinten zum Mischpult. Die Reaktion des Publikums war heute überwältigend.
Daniel : Wir machen fast nur Club-Konzerte. Wir haben letzte Woche auch ein Festival gespielt. Aber jetzt war es ein Zelt und es ist konzentrierter.
Joakim : Ich hätte auf der Bühne weinen können, weil es so schön war. Ich bin sicher, ich werde mich an dieses Konzert mein Leben lang erinnern.

01.06.2007 // tamara
 

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