VillagersIm Gespräch mit Conor J. O'Brien

von Annett Bonkowski · 23.12.2012

Es hätte nicht viel gefehlt und »{Awayland}«, der Nachfolger zum Villagers Debüt »Becoming A Jackal«, wäre im Vergleich zum ersten Werk aus der Feder von Conor J. O'Brien in eine musikalisch komplett gegensätzliche Ecke abgedriftet. Schließlich bekannte sich dieser unlängst zu seiner Begeisterung für elektronische Musik, die ihn auch schon mal bei Tagesanbruch in das Berliner Club-Leben führte. Eine völlige Abkehr von seinen Wurzeln als Songwriter muss bei Erscheinen seines zweiten Albums Anfang Januar allerdings nicht gefürchtet werden. Es ist ein mutiges, experimentierfreudiges Album geworden, das sich behutsam der elektronischen Klangatmosphäre nähert und gleichzeitig durch die bewahrte akustische Intimität und textliche Vielschichtigkeit berührt.

Vom Singer-Songwriter zur Band herangewachsen, vollführen Villagers mit ihrem zweiten Album den Sprung zur großflächigen, rhythmisch komplexen Klanglandschaft, die sich dennoch die nötige Leichtigkeit bewahrt. Als ausgesprochen leicht und angenehm im Umgang erlebten wir Conor J. O'Brien dann auch in unserem Gespräch, das uns in eine ganze Palette an interessanten Themen eintauchen ließ. Musikalischer Fortschritt und Zukunftsambitionen, Reeperbahn-Besuch und Ausflüge in die Astrophysik inklusive.


DIE ARBEIT AN DEINEM ZWEITEN ALBUM {AWAYLAND} IST BEENDET. EIN UMSTAND, VON DEM ES BESONDERS BEI DEM NACHFOLGER EINES ERFOLGREICHEN DEBÜTALBUMS WIE DEINEM HEISST, ER SEI SCHWIERIG. MÜSSTEST DU EINEN RATGEBER ÜBER DIESEN PROZESS SCHREIBEN, WELCHES KAPITEL WÜRDEST DU DARIN GANZ SICHER UNTERBRINGEN?
Das ist eine interessante Frage. Es wird häufig vom "schwierigen" zweiten Album gesprochen, aber das hat mehr mit der Erwartungshaltung der Menschen zu tun und weniger mit der eigentlichen Arbeit des Künstlers. Natürlich hat man zu Beginn dieses Prozess Bedenken und Ängste, aber sobald man anfängt sich richtig in die Arbeit hineinzuknien und die ganze Zeit beschäftigt ist, verfliegen diese Gedanken schnell. Man konzentriert sich irgendwann nur noch auf sich und stellt die Songs absolut in den Vordergrund, so dass man selbst sein bester Kritiker wird. Dabei zählen dann nur noch grundlegende Dinge und alles andere wird nebensächlich. Es geht eigentlich darum sich während dieser Zeit in seine eigene, kleine Welt zurückzuziehen, in der man dann ein wenig den Verstand verlieren darf. Von diesem Moment an verflüchtigen sich jegliche Sorgen und Unsicherheiten, wie die Songs dann letztendlich von anderen aufgenommen werden sobald sie veröffentlicht sind.

WIE SIEHT DEIN EIGENER KRITIKER IN DIR DRINNEN AUS?
Er befasst sich sehr viel mit Detailfragen und ist manchmal mein schlimmster Feind. Vor allem, wenn es um die Produktion geht, die dadurch von meiner Seite aus gehemmt wird. Ich komme deswegen oft nur sehr langsam voran und befasse mich fast schon zwanghaft mit Sachen, über die ich mir eigentlich keine Gedanken machen sollte. Gerade zu Beginn der Produktion komme ich schwer in Gang, aber wenn ich erst einmal mittendrin stecke, dann läuft es wie am Schnürchen. Ich mag den Moment, wenn ich etwas geschaffen habe, es dann vor mir liegt und ich anfangen kann daran herumzubasteln. Der komplizierteste Teil ist für mich, wenn noch nichts da ist mit dem ich arbeiten kann. Ich kann Stunden damit verbringen nichts Gutes zustande zu bekommen bevor endlich etwas Brauchbares dabei ist. Trotzdem bin ich dankbar für diese Erfahrungen und vielen vergeudeten Stunden, da ich am Ende nur durch sie ans Ziel gelange.

"MEMOIR" IST EINER DER NEUEN SONGS, DEN DU VORAB DER VERÖFFENTLICHUNG VON {AWAYLAND} SCHON BEI ZURÜCKLIEGENDEN TOURNEEN GESPIELT HAST. EIN SONG, DER AUFGRUND SEINER GRÖßE UND EMPFINDSAMKEIT ALS B-SEITE DEINER SINGLE "THE WAVES" FAST ZU GUT ERSCHEINT UND DEN DU CHARLOTTE GAINSBOURG ÜBERLASSEN HAST. WIE KOMMT ES, DASS DU EINEN SONG WIE DIESEN HERGIBST?
(lacht) Es freut mich, dass dir der Song gefällt, auch wenn er nicht auf dem Album gelandet ist und es für ihn "nur" für eine B-Seite gereicht hat. Charlotte hatte nach einem Song gefragt und ich fand "Memoir" ganz passend für sie. Zuerst hatte ich nur eine Strophe fertig, aber als der Song dann vollendet war, wusste ich, dass er richtig für sie war. Vielleicht auch, weil der englisch-französisch angelehnte Songname gut in meine Vorstellung von ihr als Sängerin passte. Ausserdem erschien mir die Perspektive des Songs für eine weibliche Interpretation geeigneter. Mir gefiel der Song aber selbst immer noch so gut, dass ich ihn kurz darauf wieder zurückgeklaut habe.

…UND DAMIT DAS KEINER BEMERKT, HAST DU IHN LIEBER SUBTIL ALS B-SEITE VERWENDET. CLEVER!
(lacht) Wir haben das Lied ursprünglich für {Awayland} aufgenommen, aber es hat am Ende nicht ganz in die Tracklist hineingepasst. Wir haben fünfzehn Songs für das Album aufgenommen und uns auf elf davon einigen müssen. "Memoir" hat da nicht so recht in die Song-Konstellation gepasst. Unser Bassist hat sich, ähnlich wie du, aber auch sehr dafür ausgesprochen den Song mit auf die Platte zu nehmen und fragte mich ständig "Warum nicht?" (lacht). Ich habe den Track aber letztendlich nicht als Teil des Albums gesehen. Vielleicht auch, weil der Text thematisch eher in Richtung unseres Debüts ging und für mich nicht ganz in das lyrische Bild von {Awayland} passte.

HAST DU IM VORFELD DIESER ERÖRTERUNG DARÜBER NACHGEDACHT "MEMOIR" VIELLEICHT ALS DUETT MIT CHARLOTTE AUFZUNEHMEN?
Nein, das ist mir ehrlich gesagt nicht in den Sinn gekommen. Wobei du nicht ganz Unrecht hast, denn wir haben den Song tatsächlich als Duett zusammen in einer französischen TV-Sendung gesungen, aber das war eine einmalige Sache. Als die Entscheidung fiel Charlotte den Song zu geben, war ich gerade auf Tour und so beschäftigt, dass ich mich Hals über Kopf in die Arbeit gestürzt habe. Ich habe mich, was das Songwriting betrifft, einfach treiben lassen und nicht großartig darüber nachgedacht, ob auch ein Duett eine Option wäre oder ich den Song womöglich lieber selbst behalten wollte. Dann bin ich nach Paris gefahren und habe das Lied zusammen mit ihr aufgenommen. Ich spiele auch Gitarre auf der Album-Version und singe die Backing-Vocals.

{AWAYLAND} IST EINE PLATTE GEWORDEN, DIE SICH IN HINSICHT AUF DEIN DEBÜT "BECOMING A JACKAL" MERKLICH WEITERENTWICKELT HAT. GEHT ES DIR BEI AUFNAHMEN EHER DARUM EINEN MUSIKALISCHEN FORTSCHRITT ZU ERZIELEN ODER UM PERSÖNLICHE SELBSTFINDUNG?
Ich schätze, ich möchte im besten Fall beides miteinander vereinen, wenn ich ins Studio gehe. Als ich die Arbeit am neuen Album begonnen habe, wollte ich unter keinen Umständen eine Platte machen, die vom Charakter her und im Vergleich zu "Becoming A Jackal" mit noch mehr Eingeständnissen und Beichten aufwartet…Sachen wie (singt) "My love is selfish…" (aus: "Meaning of the Ritual") oder auch "Pieces". Ich mag diese Songs immer noch sehr, aber ich war nicht daran interessert beim neuen Album ebenfalls solche emotional direkten Songs zu schreiben oder so jammernd oder melancholisch zu sein. Der Vibe sollte ein ganz anderer sein. Es kam mir teilweise so vor, als ob ich das Publikum mit meinen Emotionen manipulieren würde. Ich habe versucht die Leute dazu zu bringen meine Emotionen nachzuempfinden.

Beim zweiten Album wollte ich dagegen Musik schreiben, die im Gegensatz dazu leichter und stimmungsvoller ist. Musik, die dich aus diesen starken Emotionen hinausführt und an einen pulsierenden Ort bringt. Das war die einzige Vorstellung, die ich für {Awayland} hatte als ich anfing Songs dafür zu schreiben. Für "Becoming A Jackal" hatte ich bereits den Titel und auch das Cover-Artwork bevor ich auch nur eine Note geschrieben hatte. Der Ansatz dabei glich mehr dem eines Projekts, aber ich kam auch gerade frisch aus dem College und bin wohl zu akademisch geprägt an die Sache herangegangen. Beim neuen Album lief es ganz anders. Ich habe monatelang auf meiner Akustik-Gitarre herumgespielt, mir einen Synthesizer zugelegt und versucht atmosphärische Klanglandschaften zu erzeugen. Dabei habe ich nur Musik gemacht, meine Stimme überhaupt nicht in diesen Prozess miteinfließen lassen und gelernt Beats zu programmieren.

HAST DU DIR DAS PROGRAMMIEREN SELBST BEIGEBRACHT?
Ja, ich habe mir eine Vielzahl von Anleitungen bei youtube angesehen und dadurch eine Menge dazugelernt (lacht). Ausserdem hat es mir geholfen, dass ich mir ganz unterschiedliche Arten von Musik angehört habe, um meine eigene Phantasie anzukurbeln und mich zu öffnen. "Passing A Message" ist zum Beispiel ein Song, der aus einer Art Brian-Eno-Sound heraus enstanden ist, der zunächst ungefähr neun Minuten lang war. Irgendwann gab es einen Höhepunkt und danach ist der Song langsam in sich zusammengefallen. Das hat mir sehr gut gefallen, aber mir war auch klar, dass das kein passendes Format für einen Song war. Danach habe ich ein paar Akkorde auf der Akustik-Gitarre darüber gespielt und mir zum Ziel gesetzt einen Song daraus zu machen, der klanglich eine Art Höhepunkt erreicht. Zuerst schrieb ich den Text für genau diesen Höhepunkt und danach habe ich alles darum herumgebastelt.

Im Vergleich zu "Becoming A Jackal" habe ich also einen völlig gegensätzlichen Ansatz gewählt. Ich habe mich von meinen Gefühlen leiten lassen, die mir dann bestimmte Worte vorgeschrieben haben. Nicht wie beim ersten Album, wo ich mir erst ein bestimmtes Thema überlegt und dann eine Art Gedicht dazu verfasst habe. Im Nachhinein finde ich den Ansatz bei {Awayland} auch besser, weil die Texte weniger befangen und selbstreflektierend sind. Sie gehen mir leichter über die Lippen, wenn ich sie singe und ich fühle mich besser dabei.

DEIN DEBÜT WURDE IM ALLGEMEINEN ALS DAS EINES SINGER-SONGWRITERS WAHRGENOMMEN. DER NACHFOLGER, HINGEGEN, IST ZUMEIST DURCH EINEN VOLLEN, INTENSIVEN BAND-SOUND GEPRÄGT. WAR ES FÜR DICH NACH DEM TOUREN IN BAND-BESETZUNG FÜR DAS ERSTE ALBUM NUR NATÜRLICH DIESEN WEG AUCH IM STUDIO WEITERZUGEHEN?
Ja, wir sind auf der Tour für die erste Platte zu einer richtigen Band herangewachsen und ich habe gelernt den anderen zu vertrauen. Ich hätte mir nicht vorstellen können mich wieder ganz alleine in die Aufnahmen zum neuen Album zu begeben. Monatelang sah unser Plan also so aus, dass wir als ganze Band ins Studio gehen. Ein paar Wochen vor Beginn der Aufnahmen bin ich aber ausgeflippt und habe jedem aus der Band eine Email geschickt, wo drin stand "Ich mache die Platte alleine. Niemand fasst meine Songs an!". Darauf habe ich dann keine Antwort bekommen. Am nächsten Tag habe ich mich ganz schlecht gefühlt und noch eine Email rumgeschickt, in der ich meine Entscheidung mit den Worten "Lasst uns ein tolles Album machen!" wieder revidiert habe. Halt, der eigentliche Wortlaut war "Lasst uns ein Portishead Album machen!". Der Rest der Band dachte sich aber wahrscheinlich "Super, aber diese Songs klingen überhaupt nicht danach!" (lacht).

Ich bin so froh darüber, dass sie trotzdem mitgemacht haben. Zuerst habe ich ein paar Demos aufgenommen und dann haben wir uns vorab der Aufnahmen zum Proben getroffen, bei denen jeder schon seine Parts drauf hatte. Zwischendurch haben sie aber hier und da eigene Änderungen vorgenommen, wodurch sich das physische Zusammenspiel aber nur noch besser angefühlt hat. Beim ersten Album habe ich wie bei einem Gemälde allein auf der Leinwand herumgemalt, jetzt war es schön zu sehen, was die anderen noch dazu beitragen können.

SEIT DER VERÖFFENTLICHUNG DEINES DEBÜTS SIND FAST DREI JAHRE VERGANGEN. WARUM HAT ES SICH BESONDERS GELOHNT DIE DINGE LANGSAM ANGEHEN ZU LASSEN ANSTATT SICH SOFORT IN DIE ARBEIT ZU EINEM NEUEN ALBUM ZU STÜRZEN?
Hätten wir das neue Album schon vor einem Jahr herausgebracht, wäre es vermutlich ziemlich mies gewesen (lacht). Sobald ich anfange an Songs zu arbeiten, tickt im Hintergrund zwar die Uhr weiter, aber ich lasse mich nicht vom Zeitfaktor beirren oder versuche dahingehend Kontrolle auszuüben. Ein guter Song braucht eben so lange bis er sich fertig anfühlt. Allein was den Lernprozess bei {Awayland} angeht, ging die Kurve für mich steil nach oben und das dauert nunmal seine Zeit. Ich habe so viele Dinge gelernt, sogar Fingerpicking! Es fühlt sich ein wenig so an, als ob das fertige Album nur ein Nebenprodukt all dieser ganzen Lernprozesse ist, die sich während der Arbeit daran abgespielt haben. Viele der Demos gingen zu Beginn musikalisch in die unterschiedlichsten Richtungen und ergaben ein großes Durcheinander. Es hat gedauert bis ich alles geordnet und einen geschlosseneren Klang gefunden hatte. Die meisten Demos waren viel elektronischer und ich habe diese Stellen später entfernt.

WAS HAT DICH DAZU BEWOGEN DICH VON VIELEN DIESER ELEKTRONISCH GEPRÄGTEN IDEEN ZU VERABSCHIEDEN ANSTATT DIESE ZU VERTIEFEN?
Ein Großteil der elektronischen Passagen der Demos diente mir nur dazu meine Fähigkeiten auf diesem Gebiet auszutesten, voranzutreiben und das benötigte Equipment zu verstehen, nicht aber um den jeweiligen Songs mehr Gewicht zu geben. Ausserdem sollten diese Stellen als Ausgangspunkt für die weitere musikalische Entwicklung der Songs dienen. Ich habe die Stücke jeweils um diese elektronische Basis herumgeschrieben. In den meisten Fällen wurden die Songs dadurch stärker, aber sie hätten ohne dieses Fundament keineswegs so gut funktioniert. Es gibt einiges, dass nur geisterhaft auf dem Album enthalten ist, eben weil nur Bruchstücke davon verwendet wurden.

HAT DEINE BEGEISTERUNG NEUE DINGE ZU LERNEN UND DEINE EXPERIMENTIERFREUDE DAZU GEFÜHRT, DASS DEINE NEUGIER NACH DEN ERFAHRUNGEN MIT {AWAYLAND} NUR NOCH GRÖßER GEWORDEN IST?
Auf jeden Fall! Ich würde mich niemals vor einer Möglichkeit verschließen, sei sie auf den ersten Blick noch so abwegig. Der ganze Albumprozess war unglaublich experimentell. Während dieser Zeit habe ich ziemlich viel schlechte Techno-Musik gemacht (lacht). Irgendetwas davon ist dann aber doch am Ende auf dem Album gelandet, also waren die gemachten Erfahrungen nicht ganz umsonst, obwohl wirklich eine Menge faules Obst dabei war. Man hätte zwischendurch meinen können, ich wollte eine Krautrock Platte aufnehmen! So sehr ich mich aber der elektronischen Musik zugewandt habe, ich möchte mir auch in Zukunft die intimen, akustisch gehaltenen Momente meiner Songs bewahren und diese auf keinen Fall verlieren. Ich bin gerade dabei mich viel mit dem Piano zu befassen. Also wer weiss, ob das nächste Album nicht voller Piano-Balladen ist…im Stil von Westlife (lacht)!

DANKE, DAS BILD WÜRDE ICH GERNE WIEDER AUS DEM GEDÄCHTNIS STREICHEN BEVOR ES SICH DARIN EINBRENNT. ICH SEHE ES FÖRMLICH VOR MIR, WIE IHR IN EINHEITSKLAMOTTEN IN UNSCHULDSWEISS EINE BALLADE NACH DER NÄCHSTEN SINGT...
Haha, und dabei sitzen wir dann auch das ganze Konzert über auf Stühlen und bewegen uns keinen Zentimeter (lacht)!

HÖR AUF, WEHE!
Ok, versprochen!

ERINNERST DU DICH NOCH AN DEN MOMENT ALS DU DAS ERSTE MAL MIT ELEKTRONISCHER MUSIK IN BERÜHRUNG GEKOMMEN BIST?
Ja, ich war ungefähr dreizehn oder vierzehn als ich das erste Mal mit dieser Art von Musik in Berührung gekommen bin. Zu Beginn war es mehr oder weniger die Trip-Hop-Szene, vor allem Portishead, Massive Attack und Tricky. Ich war auch ganz besessen von Asian Dub Foundation. So sehr, dass ich sogar alleine zu einem Konzert von ihnen gegangen bin, weil keiner meiner Freunde sie mochte. Das war damals im Dublin Theatre und ich habe mich bis ganz nach vorne durchgekämpft, um alles mitzubekommen. Ich hatte einen so großartigen Abend, habe die ganze Zeit wie verrückt getanzt und hatte unheimlich viel Spaß, weil alle um mich herum ebenso abgingen. Meine Begeisterung für Asian Dub Foundation hat mich dann zu Drum'n'Bass geführt . Der Freund meiner Schwester damals war DJ und hat mir zum Herumspielen kaputte Decks gegeben. Ich habe wie wild Sachen gemixt und bin total in diese Art von Musik eingetaucht…nur leider war der Geschwindigkeitsregler kaputt, so dass ich irgendwann damit aufgehört habe.

WER WEISS, WAS AUS DIR GEWORDEN WÄRE, WENN ER FUNKTIONIERT HÄTTE.
(lacht) Ja! Dafür habe ich dann im letzten Jahr Techno Musik für mich wiederentdeckt und habe viele Minimal-Techno gehört. Richtig alte Sachen, die wohl mehr nach Störgeräuschen oder Ambient-Musik klingen. Es war auch viel Dance Musik mit vielfältigen Texturen dabei, die wirklich inspirierend war.

STEHT DENN DEMNÄCHST EIN UMZUG NACH BERLIN AN, WENN DIR DIESE ART VON MUSIK SO ZUSAGT?
Haha, vielleicht! Ich war letztes Jahr hier und bin eines Abends, oder besser gesagt Morgens, in einem Techno-Club gelandet. Mir fällt nur leider der Name nicht mehr ein, aber es war schon sechs Uhr und die Sonne ging auf. Draussen stand eine Frau am Einlass, die hat mich von oben bis unten gemustert, aber dann doch reingelassen. Der Club war riesig und drinnen gab es auch Ecken, wo Flammen in die Höhe schossen. Alles in allem war es ein ziemlich cooler Abend, der dazu führte, dass ich die nächsten Monate damit verbrachte mir alle möglichen Dokumentation über Techno anzusehen.

POPMUSIK HAT VOR ALLEM DIE AUFGABE EINGÄNGIG ZU SEIN. ELETRONISCHE MUSIK BIETET DAGEGEN WEITAUS MEHR MÖGLICHKEITEN ZUR ENTFALTUNG. IST SIE ABER DESWEGEN AUCH INSPIRIERENDER?
Momentan ist sie das für mich und ich fühle mich ihr deswegen auch so nahe. Sie offenbart einem als Musiker eine Vielzahl von Möglichkeiten, während man sich bei einem Popsong auf die üblichen drei Minuten beschränken muss. Auf der anderen Seite liebe ich gute Popmusik über alles und stelle mich gerne der Herausforderung mich in bestimmer Hinsicht zu beschränken. Es gehört eine Menge dazu in so kurzer Zeit alles Nötige in einem Song zu transportieren und man muss schon sehr clever sein, wie man vor allem sprachlich die gewünschte Wirkung erzielen will. Manchmal ist elektronische Musik dagegen so hemmungslos, dass sie viel zu weit aussweift. Man muss also auch da aufpassen, dass man nicht irgendwann eine Grenze überschreitet.

EMPFINDEST DU NACH DER FERTIGSTELLUNG EINES ALBUMS AUFGRUND DER DAMIT VERBUNDENEN ANSTRENGUNGEN EIN GEFÜHL VON LEERE ODER HAST DU DEN EINDRUCK NUR EINEN BRUCHTEIL VON DEM GEZEIGT ZU HABEN, WOZU DU IN DER LAGE BIST?
Definitiv letzteres. Jedes Album und jeder Song ist ein Kompromiss, dem man sich stellen muss. Man muss ihn am Ende irgendwann eingehen, damit ein Stück überhaupt fertig wird. Folglich hat man immer ein wenig das Gefühl, dass man nicht alles von seinen Vorstellungen in einem Song untergebracht hat. Das ist mitunter ein nicht sehr erfüllendes Gefühl. Die meisten Musiker behaupten ja, dass sie ihre Alben nach der Zeit im Studio nicht mehr hören. Bei mir ist das nicht der Fall.

(flüstert) Ich höre mir meine Songs unheimlich oft an sobald sie fertig sind. Wirklich!

DAGEGEN IST DOCH NICHTS EINZUWENDEN. ES GIBT MUSIKER, DIE SCHAUEN SICH STÄNDIG ALLE KURSIERENDEN BILDER VON SICH AN ODER GOOGLEN SICH DEN GANZEN TAG…
Oh, wo wir gerade dabei sind, das mache ich natürlich auch (lacht)! Scherz beseite, ich bin nach Fertigstellung eines Albums stolz auf die entstandenen Songs und höre sie mir deswegen an. Es ist nur manchmal etwas schwer die Lieder loszulassen, auch wenn gerade dieser Moment etwas Befreiendes an sich hat.

"BECOMING A JACKAL" WURDE VON DER PRESSE MIT VIEL LOB BEDACHT UND WAR FÜR EINIGE PREISE NOMINIERT. EIN SCHÖNER BONUS FÜR DIE HARTE ARBEIT ODER FÜR DICH NICHT HILFREICH FÜR DIE ARBEIT AM NACHFOLGER?
Ich würde am liebsten behaupten, dass mich diese Nominierungen nicht weiter beeinflusst haben, aber auf der anderen Seite ist es auch schön solch eine Anerkennung zu bekommen. So ein Album-Prozess, aber auch das Touren kann einen ziemlich isolierenden Effekt haben. Man geht dadurch unbewusst gegen natürliche Impulse an, wenn man sich acht Stunden lang in einen Raum sperrt und Musik macht. Deswegen ist es schön, wenn Leute diese Arbeit dann später auch hören und wertschätzen können…oder dir einen Preis dafür überreichen möchten! (lacht)

GIBT ES ETWAS, FÜR DAS DU DIR SELBST EINEN PREIS GEBEN WÜRDEST?
Bester Bright Eyes Imitator? (Pause) Das war jetzt ironisch gemeint! (lacht)

WO WIR GERADE BEIM THEMA IMITIEREN SIND, BEI EINEM BBC INTERVIEW HAST DU EINMAL "BACK FOR GOOD" GECOVERT UND GESAGT, DU WÜRDEST GERNE SO SIMPLE UND DIREKTE SONGS SCHREIBEN KÖNNEN WIE TAKE THAT. WAS IST SO FALSCH AN VERSCHLUNGENEN SONGS, DIE SCHWERER FASSBAR SIND ALS EINE GROßE POPNUMMER?
Es ist nichts wirklich falsch daran, aber ich habe eben das Gefühl, dass diese Art von Songwriting einfach nicht in mir steckt und manchmal wäre es schön auf etwas einfachere Weise zu Songideen zu gelangen. Ich glaube, dass meine Gefühlswelt nicht so einfach gestrickt ist und ich deswegen auch keine Songs wie diese schreiben kann. Ich mag sie aber und singe sie sehr gerne. In mir drinnen scheint es aber etwas zu geben, dass mich selbst davon abhält mich ebenso unbefangen in einen Song hineinzubegeben. Das ist eine kleine Schwäche von mir. Vielleicht sollte ich lieber versuchen mich einmal darauf einzulassen, statt deswegen einen inneren Kampf mit mir auszutragen und dagegen zu rebellieren. Ich denke immer viel zu sehr nach, selbst wenn ich im Bett liege und total erschöpft bin. Ein weiteres Problem, das ich mit mir herumtrage (lacht).

AUF DER BÜHNE KANNTE MAN DICH BISHER NUR MIT DER GITARRE IN DER HAND, DEINE SUPPORT SHOWS FÜR GRIZZLY BEAR HABEN ABER GEZEIGT, DASS DU AUCH AN DEN PERCUSSIONS EINE GUTE FIGUR MACHST. SEIT WANN BIST DU DENN EIN SO LEIDENSCHAFTLICHER SCHLAGZEUGER?
Die Arrangements auf {Awayland} haben dazu geführt, dass ich mich dieser Aufgabe gewidmet habe oder besser gesagt musste, denn alle anderen Bandtmitglieder hatten schon alle Hände voll zu tun (lacht). Es führte also kein Weg daran vorbei, dass ich zu den Sticks greifen musste. Die Songs haben mehr oder weniger darüber bestimmt, dass es so gekommen ist, obwohl ich schon sehr daran interessiert war die bestehende Rollenverteilung und das musikalische Ergebnis etwas durcheinander zu bringen. Ausserdem war das ein Versuch von mir die Bühne mehr zu genießen. Schließlich war das Schlagzeug meine erste große Liebe. Bevor ich mit dem Gitarrespielen angefangen habe, klopfte ich auf allem herum, was sich mir bot. Vor allem auf Töpfe! Das war eine Sache, in der ich schon immer gut war und so legte ich rhythmisch ordentlich los.

WIE ALT WARST DU DENN ALS DEINE ELTERN DIE KOCHTÖPFE RAUSRÜCKEN MUSSTEN, DAMIT DU DEINER LEIDENSCHAFT NACHGEHEN KONNTEST?
Oh, ich war noch ziemlich klein. Ich bin schon als Kind in die Küche und habe den Schrankinhalt geplündert, damit ich mir mein eigenes Schlagzeug aus verschiedenen Töpfen bauen konnte.

DEINE ELTERN HABEN DICH DAFÜR UND FÜR DIE ANSCHLIEßENDE LAUTSTÄRKE IM KÜCHENINNEREN VERMUTLICH SEHR GELIEBT, ODER?
Und wie! (lacht) Damals haben wir noch in einem kleinen Bungalow gewohnt, da hat das zum Glück niemanden gestört. Später habe ich dann in unserem Haus ein richtiges Schlagzeug bekommen und immer die Bandprobe zu uns verlegt. Ich weiss heute gar nicht mehr, warum meine Eltern das mitgemacht haben. Man konnte unsere Musik wirklich bis zu zehn Häuser weiter die Straße runter hören!

IN EINEM DER NEUEN SONGS "MY LIGHTHOUSE" SINGST DU VON DER REEPERBAHN. WAS HAST DU DENN FÜR EINE VERBINDUNG ZU DIESER HAMBURGER MEILE?
Ich war vor ungefähr zwei Jahren das erste Mal da als ich während der Tour in Hamburg Halt machte und wir uns die Reeperbahn einfach mal anschauen wollten. Der Besuch dort war eine sehr eigenartige Erfahrung. Du sitzt in einem Pub und überall rennen Prostituierte rum. Die ganze Atmosphäre vor Ort ist so zwanglos. Als kleiner Jungs aus Irland ist das schon ein merkwürdiges Schauspiel und man denkt sich bei diesem Anblick "Oh Gott!" (lacht). Dieser Abend hat auf jeden Fall Spuren bei mir hinterlassen. Im Song heisst es "From the Reeperbahn to the Sundarbans", das ist einer der größten, noch existierenden Mangrovenwälder in Indien. Ein unglaublicher Ort, wo es Mangroven gibt soweit das Auge reicht.

WARST DU SCHON EINMAL DA?
Leider nicht, aber wir haben eine Show in Singapur gespielt und beim Betrachten der Flugroute ist mir aufgefallen, dass wir genau über dieses Gebiet fliegen. Kurz darauf habe ich mir viele Photographien angesehen und war ganz beeindruckt von all der Schönheit. Es sieht fast so aus, als ob es von Menschenhand geschaffen wurde, so perfekt ist dieser Ort. Ich glaube, ich habe noch nie etwas Schöneres gesehen. Die Bilder wirkten wie eine Art Gemälde. Umwerfend! Ich hatte beim Schreiben des Textes für "My Lighthouse" einfach die Idee zwei völlig unterschiedliche Orte miteinander zu verbinden und das ist dann dabei rausgekommen. Ich hatte Glück, dass sie sich auch noch gereimt haben (lacht).

MIT DER SCHÖNHEIT VON INDISCHEN MANGROVENWÄLDER KANN DIE REEPERBAHN NATÜRLICH NICHT MITHALTEN, AUCH WENN DAS IMAGE BEI TAGESLICHT WEITAUS NORMALER ERSCHEINT ALS BEI NACHT, WENN DIE STRAßE ZUM LEBEN ERWACHT.
Wir haben bei unserem Stopp in Hamburg in einem Hotel mitten auf der Reeperbahn gewohnt. Nach meinem Ausflug und auf dem Rückweg ins Hotel bin ich dort gleich zwei Mal von fremden Leuten die Straße runter gejagt worden.

WAS HAST DU DENN ANGESTELLT?
Nichts! Ich war einfach nur zu Fuß unterwegs und diese zwei Männer müssen es mir an der Nasenspitze angesehen haben, dass ich nicht aus der Gegend komme. Also haben sie wohl beschlossen mir ein wenig Angst einzujagen und sind mir wie zwei Verrückte nachgelaufen. Als sie mich eingeholt hatten, hielten sie dann plötzlich an und haben sich kaputt gelacht, weil mir natürlich die Angst ins Gesicht geschrieben stand. Das fand ich dann gar nicht lustig, aber sobald ich den Mund aufmachte, rannten sie wieder auf mich los bis ich mich vom Acker gemacht habe und das Hotel erreichte. Da wartete zum Glück der Rest der Band auf mich und alles war gut.

PASSIERT ES DIR ÖFTER, DASS DU AUF OFFENER STRAßE IN SOLCHE HINTERHALTE HINEINGERÄTST?
(lacht) Nein, also jedenfalls nicht auf so aggressive Art und Weise wie in Hamburg!

DU GEBRAUCHST AUF BEIDEN DEINER ALBEN HÄUFIG METAPHERN AUS DEM REICH DER NATUR. BIST DU EIN NATURBURSCHE, DER SICH ZU HAUSE IN IRLAND DEN GANZEN TAG AM LIEBSTEN AN DER FRISCHEN LUFT HERUMTREIBT?
Irland hat eine wirklich schöne Landschaft. Vor allem die Region Donegal hat es mir angetan. Wir haben dort auch das neue Album aufgenommen. Wenn du schon so fragst, jetzt kann ich ja auch zugeben, dass ich Bäume über alles liebe. Nicht lachen! (lacht selbst laut los)

SO SEHR, DASS DU SIE MANCHMAL UMARMST ODER MIT IHNEN SPRICHST?
Ja, manchmal auch das (lacht). Ich wohne gleich neben einem großen Park und ab und an gehe ich dorthin, um mich auf's Gras zu legen und mir die Bäume und den Himmel dahinter anzusehen. Dabei kommen mir manchmal gute Ideen in den Sinn. Ich bin in einer kleinen Stadt am Meer aufgewachsen, deswegen taucht das Meer auch metaphorisch hin und wieder in meinen Songs auf. Während dem Songwriting für das neue Album habe ich viel über den Kohlenstoffzyklus gelesen und wie dieser das Klima auf der Erde beeinflusst. Alles Dinge, die ich noch aus der Schule kennen sollte, aber längst wieder vergessen habe. Ich habe mich auch viel mit dem Universum beschäftigt. Es gibt so vieles von dem wir nichts wissen. Astrophysik ist ebenfalls ein sehr spannendes Gebiet. Ich bin sehr an solchen Dingen interessiert, aber würde mich nicht als einen übermäßig naturverbundenen Menschen beschreiben. Dafür verbringe ich wirklich viel zu viel Zeit drinnen!

GEHÖRST DU ZU DEN MENSCHEN, DIE NACH DEM NÄHEREM BEFASSEN MIT SOLCHEN EVOLUTIONS- UND EXISTENZFRAGEN NUR NOCH ABGEKLÄRTER SIND ODER JAGT DIR DAS ZUSÄTZLICHE WISSEN EHER ANGST EIN?
Nein, das Gegenteil von letzterem ist der Fall. Ich finde es eher interessant bestimmten Fragen und den damit verbundenen Möglichkeiten nachzugehen. Die dadurch entstehende Neugier will ich mir unbedingt bewahren. Ebenso die Tatsache nicht immer auf alles eine Antwort zu finden, weil diese vielleicht gar nicht existiert. Es ist wie bei einem Kind, das nur die kleinen Antworten kennt, die dann vielleicht zu etwas Größerem führen. Zu wissen, dass sich die Menschheit nach so vielen von Jahren immer noch weiterentwickelt, ist erstaunlich. Ich habe immer gerne Carl Sagans Sendung aus den Achtzigern namens "Cosmos: A Personal Voyage" gesehen. Er ist so ein unglaublich intelligenter Astrophysiker, der mir geholfen hat einen kleinen Einblick in diese Welt zu bekommen, obwohl ich nicht viel davon verstehe.

Die Texte auf dem neuen Album sind von ihm beeinflusst. Er war als Person berüchtigt, weil er bekannt dafür war Gras zu rauchen, aber gleichzeitig war er auch ein äusserst anerkannter Wissenschaftler und bekennender Atheist. Leute wie Sagan helfen mir dabei Dinge wie die Schöpfungskraft und dergleichen als etwas Gutes anzusehen, vor dem ich keine Angst haben muss. Gerade als Musiker fragt man sich manchmal doch, ob es einen Sinn ergibt all diesen Lärm zu produzieren und in die Welt zu setzen. Dann wiederum erkennt man, dass dieser Prozess auch eine Form von Entwicklung darstellt und hofft, dass andere Menschen dadurch wenigstens ein bisschen dazu verleitet werden sich ebenfalls den Dingen um sich herum zu öffnen. Vielleicht ist es nicht unbedingt gut für mein Leben alles zu hinterfragen, aber meine Musik profitiert auf jeden Fall von dieser Einstellung.

DIE ZEIT RENNT UNS LEIDER DAVON. HAB VIELEN DANK FÜR DAS SCHÖNE GESPRÄCH.
Gerne, das hat Spaß gemacht!

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