Logo

Bodi BillInterview mit Anton Feist

Bodi Bill

Hier kommt das erste Split-Interview in der Geschichte von concert-news / rote raupe und wir vermuten mal auch in der Karriere von Bodi Bill. Da es noch keine richtig konkreten neuen Albumpläne gibt, haben wir uns noch einmal an ein paar Tracks von What entlang gehangelt. Das nämlich macht sich nach ein paar Wochen Pause aktuell gerade wieder richtig gut im Ohr. Bitte sehr, Anton Feist.


BRAND NEW CARPET I: Viele Konzert- und Festivalbesucher haben euch 2011 mit "WHAT?" erst richtig kennen- und schätzengelernt. Konntet ihr bei den zahlreichen Auftritten Unterschiede ausmachen in den Reaktionen zwischen aktuellen Stücken und Songs von den ersten beiden Alben?
Ja, mit Sicherheit gibt es da Unterschiede. In Städten, die wir schon öfter besucht haben, wird auch schon mal bei älteren Songs erfreut gejohlt oder mitgesungen, weil wir diese mal wieder ausgekramt haben, zwar umarrangiert und bearbeitet, aber es gibt eben ein Wiedererkennen und Freude darüber. Insbesondere im Ausland kennt man eher die neuen Stücke, von denen gibt es ja auch aktuelle, schöne Videos, die einigermaßen bekannt sind.

GARDEN DRESS: Eure Konzerte sind ja zu einem nicht unerheblichen Teil auf visueller Basis mitgestaltet. Ich selbst habe euch auf mehreren Festivals 2011 sowohl im Dunkeln als aber auch im Hellen erleben können. Wie fühlt sich für euch als gestaltende Band der Unterschied an?
Diesen Unterschied gibt es tatsächlich. Ein Konzert um 15Uhr auf einem Festival lädt eher zum zuhören und mitwippen ein, da sind wir eher als Musiker und unser Sound gefragt, wir reden dann auch mehr zwischen den Songs und es ist im allgemeinen eine lockere Stimmung. Es gibt dann ja keine ernstzunehmende Video-und Lightshow, in die man sich dann als einzelner zum Zweck des Gesamtkunstwerks, haha, integriert, wir machen dann also so viel Rock´n´Roll wie eben mit unserer Art von Musik möglich ist.
Ich denke, wir preferieren die Show im Dunkeln und den Rausch der vielen Besucher im undefinierten Dunkel vor der Bühne, die sich gegenseitig hochpushen, eine Show nachmittags im Hellen ist aber auch was für den Blick auf die Musik an sich und unsere performativen skills als Entertainer...haha...

HOTEL: Ihr wart 2011 ja sehr viel unterwegs. Wie lautet euer Rezept gegen den Hotel-Koller?
Wir haben diesen Koller eigentlich noch nie verspürt. Miefige 6-Mann Zimmer im feuchten Hinterhof hatten wir glücklicherweise sehr selten zu ertragen.....und am besten eh nicht auf dem Zimmer rumhängen, sondern lieber mal die Umgebung erkunden. Wir verbringen viel zu viel Zeit im Van auf der Autobahn, da freut man sich über jede Abwechslung.......also eher Van-Koller bei uns.

BRAND NEW CARPET II: Der Eindruck, dass ihr "auf dem Teppich" bleibt, denke ich trügt nicht. Unterstützen eure Arbeitgeber euch nach Kräften oder ist die Logistik da mitunter schwierig?
Wir haben alle 3 schon immer nebenher freiberuflich gearbeitet oder studiert und tun das heute auch noch (studieren ist jetzt allerdings endlich geschafft). Nicht mehr soviel, das läßt die Arbeit mit der Band nicht mehr zu, vielmehr bewahrt das aber davor, einen zu einseitigen Blick zu erlangen. Es sollte immer ein wichtiger Kontext abseits vom Musik machen bestehen, um nicht irgendwann nur noch Musik übers Musikerdasein zu machen. Und natürlich ist das schwierig, unsere komplette Freizeit wird da immer mit verbraten, so wichtige Dinge, wie mal Mutti besuchen oder einfach so wegfahren, muss man da ganz schön planen....und dann noch dem lieben Geld hinterherrennen....aber das geht ja ganz bestimmt sehrt vielen anderen Leuten genauso.

FRIENDS: Gibt es ein Stück aus der weiten Popkultur, das euch mächtig reizen würde, mal zu covern?
hmm, darüber haben wir noch nie so richtig geredet. Bestimmt denkt da jeder einzelne im Stillen darüber nach. Die einzigen Stücke, die wir je gecovert haben, waren "Nothing compares to you" von Prince und "Consuela" von einer polnischen Band aus den 70ern, deren Namen ich jetzt nicht mehr im Kopf hab.......wenn uns dann mal wirklich langweilig werden sollte, machen wir wieder ein Cover, aber zur Zeit gibt es ganz viele eigene Ideen, die verarztet werden wollen.

BRAND NEW CARPET III: Klar, kann natürlich nur die Frage nach zukünftigen Albumplänen sein ...
Dieses Jahr haben wir vor, an anderen Projekten und Konstellationen zu arbeiten....aber 2013 könnte man sich mal wieder im Studio treffen...mal sehen..abwarten und Tee trinken.

Die Antworten von Fabian Fenk gibt es bei den werten Kollegen von concert-news.

13.02.2012 // kel
 

Ein Kommentar

Ann-Kristin Herget am 14.02.2012 um 10:24 UHR

Voll tolle Interviewidee.

Kommentar abgeben

 
 
 
 
 
Kommentar absenden
 

Kommentare müssen nach dem Absenden per E-Mail bestätigt und aktiviert werden. Achtet daher bitte auf die korrekte E-Mail-Adresse. Kommentare die in der Vergangenheit schon einmal aktiviert wurden, werden sofort veröffentlicht.

 
 
Real Time Web Analytics