Future FluxusInterview mit Thom Kastning
Was macht eigentlich Thom Kastning? Nachdem Kate Mosh sich jahrelang durch die deutsche Musikszene spielte und dann schlussendlich doch auflösten kribbelte es dem in Berlin ansässigen Musiker wieder in den Fingern. Eine neue Band muss her! Gegründet wurde diese (Future Fluxus) dann im Spätherbst 2009. Ende März diesen Jahres erschien nun der erste Langspieler „Fuck the Universe and Say Yeah“. Zeit Thom Kastning, Sänger und Gitarrist dieser Band, ein paar Fragen zu stellen.
Wer und was sind Future Fluxus?
Future Fluxus ist eine Band aus Berlin, gegründet im Spätherbst 2009 von Hannes Kaschell, Thomas Kastning, Falko Netsch und Andreas Rogge, die sich dem aufmerksamen Musikmachen verschrieben hat. Rock, Indie, Pop, Post Punk, Math, Hauptsache es ballert!
In den Kritiken zur aktuellen Veröffentlichung lässt sich ein gewisses „Anecken“ immer wieder von den Rezensenten „raushören“. Ist das geplant und die stille Form eines Protests oder sind das Momente, die während des Songwritings entstehen?
Sowohl als auch, wobei wir nicht hauptberuflich Musik für Rezensenten schreiben. Protest, ja gerne, aber eher laut. Es gibt schon Pläne, auch wenn Gott über eben solche lacht, die Menschen aufzurütteln aus der Geborgenheit musikalischer Eindeutigkeit.
Fungiert der Albumtitel „Fuck the Universe and say Yeah“ als Maxime für die Bandmitglieder?
Nein - außer für Hannes. Vielmehr steht es als Sinnbild für einige unserer Handlungen in der sogenannten westlichen Zivilisation und die nicht vorhandene Reflexion hedonistischer Nabelschau.
Die Songs sind doch sehr verstrickt und definitiv abwechslungsreich. Wie kann man sich den Schaffungsprozess des neuen Albums also vorstellen, aus einer bloßen Jam scheinen die Songs ja nicht zu fruchten?!
Wir haben viel Zeit und Mühe darauf verwandt, schlüssige Gesamtkompositionen zu schaffen und besonderes Augenmerk auf die Übergänge verschiedener, nicht gleich offensichtlich passender und doch zusammengehöriger Teile gelegt. Die musikalische Grundidee eines Liedes entsteht nichtsdestotrotz doch oft aus dem gemeinsamen Drauflosmusizieren.
Was war die Motivation um diese Platte aufzunehmen?
Nach dem Zusammenbruch meiner alten Band wollte ich natürlich weiter Musik machen und befreit von manchen Zwängen ausprobieren, was man aktuell so mit Gitarrenmusik bewegen und schaffen kann. Außerdem hatten wir das Bedürfnis, aus purer Langeweile ein Statement abzugeben und brauchten noch ein paar Weihnachtsgeschenke. Und Andi hatte einfach Bock. Für Falko hingegen war es der letzte Ausweg. Niemand sonst wollte mit ihm eine Platte machen.
Vergleiche mit Bands wie Sometree und Pttrns: Sind das Lorbeerkränze oder Ketten, die einem in einem Genre halten?
Ich würde sagen weder das Eine, noch das Andere. Sometree sind gute Bekannte von mir, man war gemeinsam auf Tour, hat sogar zusammen gewohnt und es ist eine großartige Band, von Pttrns habe ich zwar den Namen, aber noch keinen einzigen Ton Musik gehört, was ich aber mal schleunig nachholen will. Bandvergleiche halte ich für sehr passend, um unbekannte Musik grob einordnen zu können, mehr Bedeutung messe ich ihnen aber nicht bei, deswegen haben sie für mich auch nicht die Kraft, mich unglaublich gut oder eingeengt zu fühlen.
Das beste was mit diesem Album noch passieren könnte?
Ich kann nicht in die Zukunft sehen, ob es wirklich das Beste wäre, wenn sich die Platte sehr oft verkauft, wir berühmt werden, viele Leute erreichen und unsere Konzerte gut besucht sind. Aber ich glaube, ja, das fände ich nicht schlecht. Wenn sie in Großbritannien und den USA auf einem Label herauskommen würde, wäre das auch eine feine Sache. Und eine Vinylausgabe wäre auch schön.
Was sind die Pläne für die kommende Zeit mit Future Fluxus?
Möglichst viele Konzerte spielen, neue Songs schreiben und das nächste Album aufnehmen. Mehr „mehr“! Ansonsten siehe oben.





















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