Und überhaupt: "Me Succeeds" sind einer der besten Bands des Jahres. Warum? Wirst du mich fragen und ich darauf antworten: Hör dir einfach ihr neues Album "Riemerling" an und dann wirst du schon wissen wieso und warum und überhaupt!
Elektronische Beats, über die sich Lorin Strohm im Klaren ist, dass ein Techno Produzent darüber schmunzeln würde, gibt es auf "Riemerling" viele. Aber das ist natürlich mehr Vorteil als sonst etwas, denn die Beats, die Lorin an seinen Geräten entstehen lässt sollen nicht den drogenverseuchten Dancefloor zum kochen, sondern die Wände des kleinen Clubs zum schmelzen bringen. Ein Club, in dem sich sonst die kleinen Indiebands die Klinge in die Hand geben. Ein Club also, der nach Rock duftet und nicht nach Elektro mieft.
Klar also, das die "Me Succeeds" nicht nur auf Beats bauen, sondern auch der Gitarre und dem Bass den notwendigen Spielraum geben. Das ist jetzt zwar nicht Erfindung des Rades, aber so grandios umgesetzt und mit wundervollen Duetten angereichert, dass einem nichts anderes übrig bleibt als sich gedankenverloren in ihrer Melancholie treiben zu lassen.
Live wird aus dem Treiben ziemlich schnell ein Rausch. Ein Rausch der nichts mit Drogen zu tun hat und der trotz des melancholischen Sounds der Band ein Hochgefühl beim Hörer hinterlässt. Und wie könnte ein Abend besser starten als mit einen Hochgefühl?
Der besondere Geschmack des Duos The Taste ist kein Produkt englischer Küche. Hört man die beiden Münchener ihren druckvollen Garage-Rock 'n' Roll vortragen, würden die meisten wohl auf den neusten Schrei von der Insel tippen. Maria Pattuschs und Nick Pattuschs verwandtschaftlicher Auftritt als Duo lässt ebenfalls eine Assoziation mit den White Stripes nicht aufkommen. Bei The Taste sind die Rollen allerdings anders verteilt.
Nicks spritziges Drumming dürfte bei den olympischen Spielen jeden Hürdenlauf gewinnen und versteht sich prächtig mit Marias niederwälzender Fuzzgitarre. Ihre sanftweiche, laszive Stimme bildet den perfekten musikalischen Komplementär-Kontrast zur musikalischen Ungeschliffenheit. Die deutschen Blood Red Shoes.
Dieses Jahr durften sie bereits mit den Briten Travis touren. Umso mehr freuen wir uns, die beiden auf unserer Jubiläums-Feier als besonderes Live-Erlebnis begrüßen zu dürfen.
Vier Franzosen in München? I wo, Phonoboy kreieren mit ihrem neuen Album "Pas de Temps" einen Melting Pot der derzeitig angesagten Musikrichtungen. Die Beine stehen nicht still wenn Loops das klassische Songwriting einwirbeln, Power-Pop und Elektronik Polka tanzen und Brit-pop und French-pop gemeinsam einen feurigen Cocktail trinken.
Phonoboy fehlt es keineswegs an Originalität und Individualität. Der männlich-französische Gesang Christian Höcks vereint sich zu einer Revolution, wenn die Crash Tokio - bassfrau Nina Kränsel ins Mikro schreit. Dreisprachig bekommt der Musikliebhaber Höhen und Tiefen des Lebens präsentiert, meist auf Französisch, manchmal in Englisch, selten in Deutsch. Immer impulsiv, nie langweilig.
Hier treffen Freigeist und klassische Musikattitüden zusammen. New Wave verwandelt sich in Sixties-Klänge konkurriert mit Punk, wird zu Pop. Eine bunte Reise, ein riesen Feuerwerk bieten die vier Madame et Monsieur.
Mit ihren Hits, wie "Bleu, Blanc, Rouge" und "Ou Je Reve Ou Je Dors" werden sie uns im kalten Februar einheizen und für ordentlich für Tamtam sorgen, wenn sie im Club Ampere auf die Bühne treten.